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Andrea Petkovic bei den Australian Open
Andrea Petkovic berichtet von ihrer "zerissenen Seele" © getty

Andrea Petkovic treibt die Sehnsucht nach großen Siegen.

"Was ich sehe, bevor ich schlafen gehe, sind Grand-Slam-Pokale, die ich hochhalte", sagte die Weltranglistenzwölfte der FAZ: "Ich glaube, es gibt keinen Tennisspieler unter den Top 100, der nicht dieses Ziel hat oder diesen Traum."

In diesem Jahr ist Petkovic, die am Wochenende mit dem deutschen Fed-Cup-Team in Stuttgart gegen Australien antritt, vom Erfolg jedoch noch weit entfernt.

In Brisbane, Sydney und Melbourne kassierte sie jeweils Erstrunden-Niederlagen. Als Begründung nannte sie ihren Hang zur Perfektion.

"Es waren am Ende fast sieben Wochen, die ich komplett im Tunnel war, und ich glaube im Nachhinein, das ist einfach zu viel, man ist dann leer, man kann sich nicht weiter fokussieren. Ich muss lernen, es etwas entspannter anzugehen", sagte Petkovic, die sich selbst als Freigeist und Arbeitstier gleichzeitig sieht.

"Das ist mein größtes Problem, dass ich eine zerissene Seele habe und sie nicht vereinen kann", sagte die 27-Jährige: "Die Literatur, die ich lese, die Kunst, für die ich mich interessiere, all das ist freigeistig. Dann habe ich aber auch dieses Disziplin-Tier in mir, das alles in Form pressen muss und nicht nach links und rechts schaut."

Für den nächsten Schritt ihrer sportlichen Entwicklung wünscht sich Petkovic einen Coach, "der perfekt zu mir passt, auch persönlich. Ich will vor jemandem fachlichen Respekt haben, aber auch geistig gefordert werden. Ich bin nicht mehr bereit, irgendjemanden zu nehmen, und habe den Luxus, meinen Vater im Rücken zu haben, der sich unheimlich gut auskennt."

Vater Zoran betreute Petkovic in Australien, zuvor hatte die deutsche Nummer zwei mit dem Niederländer Eric van Harpen zusammengearbeitet.

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