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Michael Stich sieht beim DTB noch Verbesserungspotenzial. Man müsse dem neuen Präsidium allerdings auch die nötige Zeit geben, um seine Visionen zu verwirklichen.

Michael Stich glaubt, dass das deutsche Tennis wieder zu alter Stärke zurückfinden kann.

"Ich denke, dass das Potenzial auf jeden Fall da ist - es ist nur die Frage, welche Weichen man stellt. Ich glaube, dass wir den nächsten Wimbledonsieger da draußen haben. Die Talente sind da, wir müssen sie nur finden und gut ausbilden", sagte der Wimbledonsieger von 1992 im Interview mit SPORT1.

Entscheidend dafür sei jedoch die Entwicklung des Deutschen Tennis Bunds (DTB): "Es ist die Frage, welche Vision die handelnden Personen haben. Es gibt ein gewähltes Präsidium, dem muss man die Chance geben, auch wirklich seine Arbeit zu machen. Und dann wird man in drei Jahren sehen, was Status quo ist."

Allerdings hat der Verband in den Augen des 46-Jährigen durchaus noch Nachholbedarf.

"Es fehlt aus meiner Sicht die Kompetenz im Leistungssport generell. Dirk Hordorff (Vizepräsident, Anm. d. Red.) ist sicherlich jemand, der das Knowhow hat. Aber ansonsten sind es eben sehr viele Menschen, die aus dem Ehrenamt kommen, was extrem wichtig ist, aber die sich nicht wirklich mit dem Leistungssport sehr gut auskennen. Ich glaube, in einem Sportverband sollte man darauf schon ein bisschen Augenmerk legen", erklärte er.

Stich weiter: "Aber vielleicht macht es auch die Mischung, so wie es jetzt ist. Wie gesagt, man muss die Zeit abwarten."

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