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...am Ende aber setzt sich der Schotte in drei umkämpften Sätzen durch. Ob's am Gebrüll lag?

Olympiasieger Andy Murray hat seine Meinung über das Schottland-Referendum anscheinend über Nacht revidiert.

"Die ganzen Anti-Bewegungen der letzten Tage haben meine Sicht der Dinge total verändert. Lasst es uns tun!", twitterte der in Glasgow geborene Murray, der 2013 als erster Brite seit Fred Perry im Jahr 1936 Wimbledon gewonnen hatte.

Der Tweet wurde mittlerweile mehr als 14.000-mal geteilt.

Murray lebt nicht in Schottland, er hat zwei Wohnsitze in Surrey im Südosten Englands und in den USA.

In der Vergangenheit hatte sich der 27-Jährige in der Diskussion um die Abspaltung Schottlands von Großbritannien eher zurückgehalten, sich aber auch nicht unbedingt als britischer Royalist geoutet.

Vor der Fußball-WM 2006 in Deutschland hatte er einen Aufschrei der Empörung im Königreich provoziert, als er auf die Frage, wem er den Titel wünsche, geantwortet hatte: "Jedem außer England."

Nach seinem Wimbledonsieg 2013 hatte Murray den schottischen Ministerpräsidenten Alex Salmond kritisiert, weil dieser in der Royal Box die schottische Fahne geschwenkt hatte.

Allerdings hatte Murray in der vergangenen Woche angedeutet, "wohl künftig für Schottland zu spielen", falls die Abkehr von Großbritannien tatsächlich erfolgen sollte.

Er werde es dann künftig auch ein wenig einfacher haben: "Im Moment ist es doch so, wenn ich gewinne, bin ich Brite, und wenn ich verliere, bin ich Schotte."

Er wolle allerdings immer nur das Beste für seine schottische Heimat, sagte Murray: "Wir sollten deshalb nicht allzu emotional sein, sondern uns zunächst überlegen, was die wirtschaftlich beste Lösung für Schottland ist."

Er selbst könne mit beiden Ergebnissen leben: "Ich bin stolz darauf, ein Schotte zu sein, aber ich bin auch ein stolzer Brite. Ich glaube nicht, dass das eine das andere ausschließt."

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