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Miami Open Tennis - Day 14
Novak Djokovic (l.) feierte mit Boris Becker den zweiten Grand-Slam-Erfolg im Jahr 2015 © Getty Images

Trainer Boris Becker hat von seinem Schützling Novak Djokovic nach dem Sieg in Wimbledon eine weitere Steigerung gefordert.

"Das muss er sogar. Jedes Jahr gilt es sich zu steigern, sonst wirst du von der Konkurrenz überholt. Wer hätte gedacht, dass Roger Federer mit fast 34 Jahren noch so stark spielt", sagte der 47-jährige Deutsche der Bild.

In Wimbledon siegte Becker als Trainer fast genau 30 Jahre nach seinem Erfolg als Aktiver. Djokovic gewann gegen Federer nach vier Sätzen und verteidigte damit seinen Titel beim wichtigsten Rasen-Turnier des Jahres.

"Es waren besondere emotionale Momente. Es war ja gerade in den ersten beiden Sätzen eine Achterbahnfahrt der Gefühle", sagte der in London lebende Becker über das Endspiel gegen Wimbledon-Rekordsieger Roger Federer, "mir ist sehr wohl bewusst, was es bedeutet, hier nach 30 Jahren wieder zu siegen. Ich weiß das sehr zu schätzen".

Seinen eigenen Anteil am Erfolg des Weltranglisten-Ersten Djokovic sieht Becker hingegen eher untergeordnet.

"Es hilft, dass ich früher diese kritischen Momente selber erlebt habe. Aber letztlich ist Novak alleine auf dem Platz, und er muss die Probleme da draußen auch selber lösen."

Dennoch ist der Deutsche stolz über die Entwicklung der Zusammenarbeit mit dem aktuell besten Tennisspieler der Welt. "Ich hätte mir vor fünf Jahren nie erträumen lassen, dass ich hier Trainer bin vom amtierenden Wimbledonsieger", erklärte Becker.

Ein paar Tagen Regeneration stehen nun an, nach dem zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres 2015 für den Serben, "dann greifen wir bei den US Open wieder richtig an."

Bereits bei den Australian Open zum Jahresanfang triumphierte das serbisch-deutsche Gespann. Dennoch ist die gemeinsame Zukunft noch nicht sicher. Beckers Vertrag endet Ende des Jahres.

"Über Verträge rede ich nicht. Nur so viel: Es macht Novak und mir sehr viel Spaß. Wir lernen dazu, haben einen großen Schritt gemacht im Vergleich zum letzten Jahr. Das ist im Moment das Wichtigste."

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