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Nach der Pöbelattacke von Kyrgios gibt es nun Ärger um dessen Landsmann Kokkinakis. Der Schiedsrichter kann verhindern, dass das Match des Australiers handgreiflich endet.

Vor wenigen Tagen war er dank Nick Kyrgios als Nebenfigur in die Schlagzeilen geraten, diesmal steht der australische Jungstar Thanasi Kokkinakis selbst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Denn sein erstes Match in Cincinnati nach Kyrgios Behauptung, dass Kokkinakis mit Stan Wawrinkas Flamme Donna Vekic geschlafen habe, lief völlig aus dem Ruder.

So mussten beim Handshake nach seinem Match gegen Ryan Harrison sowohl Stuhlschiedsrichter Mohamed Layahni als auch der Oberschiedsrichter eingreifen, um die beiden Streithähne wieder zu trennen.

Bereits nach dem ersten Satz kam Layahni von seinem Stuhl, um Kokkinakis zu beruhigen. Dieser war aufgebracht, weil Harrison ihn angeblich als "prick" (Scheißkerl) bezeichnet hatte. Harrison bestand darauf, dass er lediglich "kid" gesagt hätte, was Kokkinakis aber auch nicht besser gefiel.

Als Kokkinakis dann noch eine Toilettenpause nahm, rief Harrison ihm angeblich hinterher: "Deine gesamte Crew ist so cool", was vermutlich eine Anspielung auf Kokkinakis Davis-Cup-Kollege Kyrgios war.

Harrisons spätere Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens kommentierte Kokkinakis mit einem trockenen: "Das hätte schon viel früher passieren sollen."

Laut Ohrenzeuge Ben Rothenberg von der New York Times soll Harrsion kurz vor Ende der Partie noch gedroht haben: "Er ist 19. Wenn er sich mit mir anlegen will, werde ich ihn begraben. Wawrinka hätte Kyrgios vermöbeln sollen, und ich sollte diesen Jungen vermöbeln."

Stuhlschiedsrichter Layahni sprach nach Matchende dann das aus, was wohl die meisten Zuschauer dachten: "So ein Match habe ich noch nie gehabt."

Tennis gespielt wurde übrigens auch: Kokkinakis gewann das Qualifikationsmatch für das ATP-Turnier in Cincinnati mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:2).

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