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BMW Open - Day 3
Alexander Zverev ist seit Kurzem unter den Top 50 der Weltrangliste © Getty Images

Der Youngster setzt seinen Aufschwung in München fort und spielt sich gegen einen Tunesier in die Runde der letzten 16. Doch es herrscht Frust über Wetter und Anlage.

Der Münchner "Matschplatz" hatte Youngster Alexander Zverev einen Abend lang die Laune verdorben.

"Unbespielbar" sei der Court nach Schnee und Regen am Dienstagabend gewesen, schimpfte Zverev: "Wir hätten gar nicht erst anfangen dürfen."

Mit den ersten Sonnenstrahlen über der Anlage am Aumeister legte sich Zverevs Frust jedoch, gegen den Tunesier Malek Jaziri gewann er die Fortsetzung am Mittwoch 4:6, 6:3, 6:2.

Damit revanchierte sich der 19 Jahre alte Hoffnungsträger nicht nur für die Niederlage in Barcelona in der vergangenen Woche, er zog auch als vierter deutscher Tennisprofi nach Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 4), Florian Mayer (Bayreuth) und Jan-Lennard Struff (Warstein) ins Achtelfinale der BMW Open ein.

Struff trifft auf del Potro

Dort treffen die Routiniers Kohlschreiber und Mayer aufeinandertreffen, auch Zverev und Struff stehen knifflige Aufgaben bevor.

Der 26 Jahre alte Struff bekommt es mit dem ehemaligen US-Open-Champion Juan Martin del Potro zu tun.

Der Argentinier, nach einer langwierigen Handgelenksverletzung auf dem langen Rückweg in die Weltspitze, setzte sich gegen Davis-Cup-Spieler Dustin Brown (Winsen/Aller) 7:6 (7:2), 6:4 durch.

Struff hatte zuvor den an Position sieben gesetzten Kanadier Vasek Pospisil mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:2 bezwungen.

Revanche für Zverev

Zverev bekommt im Achtelfinale die Chance zu einer weiteren Revanche. Der Weltranglisten-49. aus Hamburg trifft auf Lukas Rosol.

Gegen den Tschechen hat er bislang dreimal verloren, zuletzt bei seiner Davis-Cup-Premiere im entscheidenden Einzel. "Er spielt immer sehr gut gegen mich, aber hier sind die Bedingungen anders als in Hannover", sagte Zverev: "Damals war ich nervös und auch etwas müde."

Die Kraft sollte bei Matches über zwei Gewinnsätze in München nicht zum Problem werden, an das Aprilwetter muss sich der sonnenverwöhnte Teenager jedoch erst noch gewöhnen.

Gegen Jaziri spielte Zverev, der in Florida lebt und trainiert, an beiden Tagen und erstmals auf der Profitour in langer Hose. Das mache aber keinen großen Unterschied, sagte der gebürtige Hamburger und nutzte die Gelegenheit, um Werbung für seinen Ausrüster zu machen.

Zverev hatte die Lacher auf seiner Seite und verließ vergnügt die Anlage.

Monfils verletzt - erneute Absage 

Großes Vergnügen bereitet die 101. Auflage der internationalen Tennismeisterschaften von Bayern Turnierdirektor Patrik Kühnen derweil nicht immer.

Nach den Wetterkapriolen der ersten Tage verletzte sich Publikumsliebling Gaël Monfils im Training und sagte zum dritten Mal nacheinander seine Teilnahme kurzfristig ab.

Er habe sich an den Adduktoren verletzt, erklärte der an Position zwei gesetzte Franzose, der 2014 mit einer Knöchelverletzung ausgefallen war, und 2015 wegen Knieproblemen zurückgezogen hatte.

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