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TENNIS-ATP-JPN
Nick Kyrgios hat in Shanghai den nächsten Tennis-Skandal fabriziert © Getty Images

Der Rüpel des Tennis-Zirkus hat wieder zugeschlagen. In Schanghai zeigt sich Nick Kyrgios einmal mehr von seiner "besten" Seite. Das Publikum tobt, die Strafe folgt auf dem Fuß.

Bei diesem Mann sind Skandale vorprogrammiert. 

Tennis-Rüpel Nick Kyrgios hat beim Shanghai Masters (täglich LIVE im TV auf SPORT1+) einen neuen Eklat verursacht. 

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Wortduell mit Schiedsrichter

Gegen den Deutschen Mischa Zverev zog der Australier in Runde zwei mit einem Witz-Aufschlag den Zorn des Publikums auf sich. 

Die Pfiffe gegen sich konnte der Bad Boy des Tennis-Zirkus natürlich gar nicht nachvollziehen - und holte auf der anschließenden Pressekonferenz zum verbalen Rundumschlag aus.

"Ich schulde denen nichts. Es ist meine Wahl. Wer das nicht mag - ich habe niemandem gesagt, dass er herkommen soll. Geht einfach wieder. Ich habe euch nicht eingeladen", sagte er nach dem Spiel.

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"Wenn ihr so gut seid, warum seid ihr dann nicht auf dem Platz?", wandte sich der Australier an die anwesenden Journalisten.

Letzten Punkt verweigert

Noch während des Matches fauchte er den Stuhlschiedsrichter bei einem Seitenwechsel an, endlich "Time" zu rufen, damit "ich dieses Match zu Ende spielen und nach Hause gehen kann".

Der Referee ermahnte ihn zu mehr Professionalität. Was Kyrgios von dieser Schelte hielt, demonstrierte er beim Matchball.

Er servierte Zverev den letzten Punkt auf dem Silbertablett. Den Aufschlag Zverevs returnierte Kyrgios halbhoch ins Feld, schaltete noch bevor Zverev zum Schmetterball ansetzte ab und lief bereits Richtung Netz.

Die Strafe für den Australier folgte auf dem Fuß: Die ATP verdonnerte den 21-Jährigen wegen einer Verletzung des Verhaltenskodex auf 15.000 Euro Strafe.

Erst Rechtfertigung, dann Entschuldigung

Von mangelnder Wertschätzung für Zverev wollte Kyrgios hinterher nichts wissen.

"Ich kann das nicht verstehen, sie (die Fans, Anm. d. Red.) tun gerade so, als wüssten sie, wie es ist, auf dem Court zu stehen und auch noch erfolgreich zu sein", sagte Kyrgios und beteuerte, er habe sich seinem Gegner gegenüber nicht respektlos verhalten: "Sein Bruder ist einer meiner besten Freunde. Ich weiß nicht, was ihr von mir wollt."

Später schlug er dann mildere Töne an und zeigte Reue. Es gebe nicht einmal eine Entschuldigung für sein Fehlverhalten.

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