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Andy Murray löste Novak Djokovic an der Spitze ab
Andy Murray löste Novak Djokovic an der Spitze ab © Getty Images

Andy Murray steht erstmals an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Der Brite profitiert nach der Niederlage von Novak Djokovic auch vom Ausfall seines Gegners.

Olympiasieger Andy Murray ist erstmals die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Der 29 Jahre alte Schotte profitierte beim ATP-Masters in Paris (LIVE im TV auf SPORT1+) am Samstag vom Verzicht seines Halbfinal-Gegners Milos Raonic aus Kanada. Murray verdrängt damit am Montag den Serben Novak Djokovic nach 122 Wochen von der Spitze des Rankings.

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"Ich konte heute morgen nicht aus dem Bett aufstehen", sagte Raonic, "es ist eine Röntenuntersuchung gemacht worden. Ich habe einen Muskelriss im rechten Oberschenkel."

Isner wartet im Finale

Im Finale trifft Murray am Sonntag auf den Amerikaner John Isner, der sich gegen Marin Cilic aus Kroatien 6:4, 6:3 durchsetzte. Cilic hatte am Freitag im Viertelfinale Djokovic ausgeschaltet.

Djokovic war seit dem 7. Juli 2014 ununterbrochen die Nummer eins, in Paris war er im Viertelfinale am Kroaten Marin Cilic gescheitert. Am längsten Branchenführer war der Schweizer Roger Federer mit 237 Wochen.

Murray erster Brite

Andy Murray steht als 26. Spieler in der Geschichte der Rangliste auf Position ein, er ist zugleich der erste Brite überhaupt. Erstmals wurde ein Ranking am 23. August 1973 veröffentlicht, ganz oben stand damals der Rumäne Ilie Nastase.

In den vergangenen rund zwölfeinhalb Jahren seit Februar 2004 hatten sich die "großen Drei" Roger Federer (Schweiz), Rafael Nadal (Spanien) und Novak Djokovic (Serbien) auf Platz eins abgewechselt. Zum Vergleich: In den knapp sechs Jahren zuvor zwischen März 1998 und Januar 2004 gab es elf verschiedene Branchenführer.

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