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2017 Miami Open - Day 14
Roger Federer hat seinen Dauerrivalen Rafael Nadal im Endspiel von Miami bezwungen © Getty Images

München und Miami - Roger Federer ist im Finale von Miami erneut eine Nummer zu groß für Rafael Nadal. Nach seinem dritten Turniersieg 2017 spricht er seinem Rivalen Mut zu.

Roger Federer hat das ewige Duell gegen Rafael Nadal im Finale von Miami mit 6:3, 6:4 gewonnen und damit seinen ebenso beeindruckenden wie unglaublichen Siegeszug durch das Tennisjahr fortgesetzt.

Der an Nummer vier gesetzte Schweizer feierte im 37. Vergleich mit dem Spanier seinen 14. Sieg, holte damit seinen dritten Titel 2017 nach den Australian Open und Indian Wells und seinen dritten in Miami.

Federer, der durch den Erfolg in der Weltrangliste auf Rang vier klettert, hat damit zum ersten Mal seit 2006 Indian Wells und Miami in einem Jahr gewonnen.

Federer serviert besser

Im ersten Satz entwickelte sich ein gutes Match mit Breakchancen auf beiden Seiten, die zunächst jedoch weder Federer noch Nadal nutzen konnten. Im achten Spiel war dann Federer zur Stelle und holte sich das entscheidende Break zur 5:3-Führung.

Beide Spieler verließen dann kurz den Platz, doch am Spielgeschehen änderte sich wenig. Federer blieb am Drücker und war mehrere Male dicht am Break, während Nadal bei Federers Aufschlagspielen im zweiten Satz ohne Breakchance blieb.

Als Federer das Break zum 5:4 gelang, war die Partie entschieden. Nadal wehrte sich zwar noch einmal im letzten Spiel, doch der stark servierende Federer ließ bei eigenem Aufschlag erneut nichts anbrennen und nutzte direkt seinen ersten Matchball.

Federer macht Nadal Mut

Nadal muss damit weiterhin auf seinen ersten Turniersieg in Miami warten und verlor bereits zum vierten Mal in Folge gegen Federer. Zuvor hatte der Schweizer nie mehr als zweimal hintereinander gegen Nadal gewonnen.

"Rafa, die Sandplatzsaison steht unmittelbar bevor und ich bin sicher, dort wirst du mich in Stücke zerreißen", machte Federer seinem Kontrahenten nach der Partie dennoch Mut.

Nadals Matchbilanz in diesem Jahr ist mit 19:5 sehr wahrscheinlich besser, als er es vor der Saison erwartet hatte - doch Federer spielt 2017 von einem anderen Stern und hat in 20 Partien lediglich eine einzige verloren.

Federer legt lange Pause ein

Im Anschluss an die Siegerehrung verkündete der 35-Jährige dann jedoch seine durchaus erstaunliche Planung für die kommenden Wochen.

"Ich werde jetzt zwei Monate Pause machen und frühestens zu den French Open zurückkehren", sagte Federer: "Ich bin keine 24 mehr, die Dinge haben sich ein bisschen geändert. Ich brauche Zeit, mein Körper braucht längere Pausen, und die Sandplatzsaison ist extrem anstrengend." 

Die Masters-Turniere in Monte Carlo, Madrid und Rom finden also ohne Federer statt, möglicherweise lässt er sogar die French Open sausen. "Ich möchte gesund und fit bleiben und mich für Rasen und Hartplatz in Topform bringen", sagte er: "Nur wenn ich mich rundum gut fühle, kann ich mein bestes Tennis spielen. Keine Experimente mehr."

Tiebreak-Krimi gegen Kyrgios

Im Halbfinale hatte der 35-jährige Federer einen Tiebreak-Krimi gegen den Australier Nick Kyrgios (Nr. 12) mit 7:6 (11:9), 6:7 (9:11), 7:6 (7:5) gewonnen.

Nadal hatte sich gegen Fabio Fognini (Italien) recht mühelos mit 6:1, 7:5 durchgesetzt.

"Nicht immer kann ich meine Fähigkeiten als Kämpfer zeigen", sagte der 18-malige Grand-Slam-Sieger nach dem Drei-Stunden-Match: "Es fühlt sich toll an, auf diese Weise zu gewinnen." Kyrgios hatte im Viertelfinale den Hamburger Alexander Zverev (Nr. 16) ausgeschaltet.

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