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Philipp Kohlschreiber spielte 2003 sein erstes Grand-Slam-Turnier
Philipp Kohlschreiber ist seit 2001 Tennisprofi © Getty Images

München - DTB-Berater Niki Pilic drängt Zankapfel Philipp Kohlschreiber, seinen Ruf im Davis Cup aufzupolieren. Der zeigt Einsicht, betont aber: "Ich brauche keine Extrawürste."

Niki Pilic hat Philipp Kohlschreiber vor dem anstehenden Davis-Cup-Duell mit Frankreich ins Gewissen geredet. "Ich habe gesagt: Kohli, du musst dein Image ändern. Und das geht am besten im Davis Cup", erklärte der Berater des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) in der Sport Bild.

"Ein großer Sieger kann man als Tennisspieler in vielen Turnieren werden, ein nationaler Held nur im Davis Cup", betonte Pilic, der die deutsche Auswahl 1988, 1989 und 1993 als Kapitän zu Siegen im Mannschafts-Wettbewerb geführt hatte.

Nun soll der Kroate den neuen Teamchef Michael Kohlmann unterstützen.

"Die Nummer 1 - der wichtigste Mann"

Vom 6. bis 8. März geht es in Frankfurt gegen Vorjahresfinalist Frankreich. Dabei spiele Kohlschreiber, der beim ATP-Turnier in Dubai wegen einer schweren Erkältung mit Fieber fehlt, eine wichtige Rolle. "Wir haben früher auch gewonnen, wenn wir nicht Favorit waren. Das geht immer noch. Die Nummer eins war früher der wichtigste Mann. So muss es wieder sein", sagte Pilic.

Kohlschreiber (31) kann die Kritik zumindest teilweise nachvollziehen. "Einerseits bin ich ein ehrlicher Typ und sage, was ich denke. Andererseits drücke ich mich manchmal vielleicht nicht ganz so perfekt aus", sagte der Augsburger. "Daraus sind schon Missverständnisse entstanden."

Er betont aber: "Ich bin ein Teamplayer. Ich brauche keine Extrawürste, keine Extra-Bettwäsche und auch keine Sonderbehandlung."

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