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TENNIS-DAVIS-CUP-FRA-BEL
Frankreichs Traum vom Davis-Cup-Sieg bleibt dank Jo-Wilfried Tsonga am Leben © Getty Images

Shooting-Star David Goffin bringt Belgien mit einer Gala im Davis-Cup-Finale in Führung. Jo-Wilfried Tsonga gleicht danach im Schnelldurchgang für die Gastgeber aus.

Gastgeber Frankreich und Belgien gehen beim Davis-Cup-Finale in Lille nach zwei Favoritensiegen mit einem 1:1 in den zweiten Tag.

Nachdem Vizeweltmeister David Goffin (26) die Gäste mit einem 7:5, 6:3, 6:1 gegen Lucas Pouille in Führung gebracht hatte, sorgte Frankreichs Topspieler Jo-Wilfried Tsonga vor 27.000 Zuschauern im Fußballstadion Stade Pierre-Mauroy mit einem 6:3, 6:2, 6:1 gegen Steve Darcis für den Ausgleich.

Goffin hatte zum Auftakt eine Glanzvorstellung abgeliefert. Der Weltranglistensiebte, der beim ATP-Saisonfinale in der vergangenen Woche erst im Endspiel am Bulgaren Grigor Dimitrow gescheitert war, ließ Lucas Pouille nicht den Hauch einer Chance.

"Mit diesem Niveau hätte er das Saisonfinale gewonnen", sagte Pouille nach dem Match anerkennend, "er spielt im Moment das Tennis seines Lebens." Selbst seine größte Waffe sei gegen Goffin stumpf geblieben.

"Ich habe gut aufgeschlagen, mit über 220 Stundenkilometern. Aber er retourniert 30 Zentimeter an die Grundlinie", so der unterlegene Franzose, immerhin selbst die Nummer 18 im Ranking.

Tsonga wird Favoritenrolle gerecht

Tsonga wurde anschließend seiner Favoritenrolle ebenfalls gerecht und verwandelte nach 1:46 Stunden seinen ersten Matchball. Für das vorentscheidende Doppel am Samstag (13.00 Uhr) sind Richard Gasquet/Pierre-Hugues Herbert gegen Ruben Bemelmans/Joris de Loore vorgesehen.

Während die Franzosen seit 16 Jahren auf den zehnten Titel im Davis Cup warten, spielen die Nachbarn um ihren ersten Triumph in der Geschichte des traditionsreichen Mannschaftswettbewerbs.

Belgien hatte sich ohne Goffin, der auf seinem Weg ins Finale von London Rafael Nadal und Roger Federer bezwang, in der ersten Runde in Frankfurt gegen Deutschland durchgesetzt. Für die Belgier ist es das zweite Davis-Cup-Finale nach 2015 (1:3 gegen Großbritannien).

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