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2015 Australian Open - Day 11
Maria Sharapova hatte gegen ihre russische Landsfrau Ekaterina Makarova wenig Probleme © Getty Images

Melbourne - Serena Williams schreibt gegen Madison Keys erneut Geschichte und zieht ins Finale gegen Maria Scharapowa ein. Die Russin lässt Jekaterina Makarowa keine Chance.

Die Australian Open haben ihr Frauen-Traumfinale: Serena Williams folgte ihrer Dauerrivalin Maria Scharapowa ins Endspiel von Melbourne und schrieb durch das 7:6 (7:5), 6:2 im Halbfinale gegen ihre Landsfrau Madison Keys (USA) erneut Geschichte.

Die 33-jährige Williams ist die älteste Finalistin, die es in der Open Era beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bislang gegeben hat.

"Madison hat mich im ersten Satz an meine Grenzen gebracht. Ich bin wirklich froh, gewonnen zu haben", sagte Williams, die erst ihren neunten Matchball verwandeln konnte.

Durch ihren Erfolg im Generationenduell mit der 19-jährigen Keys stellte die 18-malige Major-Siegerin Williams zudem sicher, dass sie die Spitze des WTA-Rankings auch nach dem Turnier behalten wird und nicht an Scharapowa abgeben muss.

Die Weltranglisten-Zweite Scharapowa hatte zuvor das russische Duell gegen ihre Landsfrau Jekaterina Makarowa (Nr. 10) mit 6:3, 6:2 gewonnen und ist nur noch einen Sieg von ihrem zweiten Australian-Open-Titel entfernt.

Die erkältete Serena Williams hatte zunächst große Probleme mit der ungesetzten Keys (WTA-Nr. 35), die erstmals das Halbfinale eines Majors erreicht hatte.

Williams musste in der Rod-Laver-Arena gleich ihr erstes Aufschlagspiel abgeben und lag schnell mit 1:3 zurück. Im Tiebreak behielt die Branchenführerin dann aber kühlen Kopf und wurde ihrer Favoritenrolle im Anschluss gerecht.

Scharapowa hatte nach 1:27 Stunden ihren ersten Matchball mit einem Aufschlagwinner verwandelt und steht zum vierten Mal im Finale von Melbourne. 2008 hatte die fünfmalige Major-Siegerin in Down Under ihren bislang einzigen Australian-Open-Titel geholt.

"Ich bin wirklich glücklich, der Final-Einzug ist sehr speziell für mich. Der Weg bis hierher war nicht einfach", sagte Scharapowa, die in ihrer Zweitrunden-Partie gegen die Qualifikantin Alexandra Panowa (Russland) zwei Matchbälle abwehren musste.

Scharapowa begann gegen Makarowa, die im Achtelfinale Julia Görges ausgeschaltet hatte, äußerst nervös. Gleich zu Beginn unterliefen der 27-Jährigen zwei Doppelfehler, trotzdem holte sich die 1,88 Meter große Scharapowa das elfminütige Auftaktspiel.

Danach diktierte die bestverdienende Sportlerin der Welt (rund 24,4 Millionen US-Dollar pro Jahr) die meisten Ballwechsel mit wuchtigen Grundlinienschlägen.

Besonders beeindruckend war Scharapowas Reaktion auf ein Break von Makarowa zum 3:4-Anschluss. Mit vier Gewinnschlägen in Folge baute die Nummer zwei der Welt ihre Führung wieder auf 5:3 aus und holte sich wenig später den ersten Durchgang. In der Box spendete Scharapowas deutscher Hittingpartner Dieter Kindlmann Applaus.

Auch danach ließ die Wahl-Amerikanerin nichts mehr anbrennen und ging schnell mit 4:0 in Führung, ehe Makarowa ihr erstes Spiel im zweiten Satz machen.

Das Finale findet am Samstag (9.30 Uhr MEZ) statt. Die Gewinnerin erhält ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,1 Millionen Euro.

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