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Caroline Wozniacki scheiterte erstmals in der ersten Runde der Australian Open
Caroline Wozniacki scheiterte erstmals in der ersten Runde der Australian Open © Getty Images

Die Dänin scheitert in Melbourne an der Weltranglisten-76 - was für beide ein Novum bedeutet. Serena Williams offenbart Probleme. Novak Djokovic siegt im Eiltempo.

Novak Djokovic und Serena Williams haben ihre Mission Titelverteidigung bei den Australian Open in Melbourne erfolgreich begonnen, die ehemalige Nummer 1 Caroline Wozniacki ist dagegen sensationell bereits gescheitert.

Die Dänin, Nummer 16 der Setzliste, unterlag der 21 Jahre alten Kasachin mit 1:6, 7:6 (7:3), 6:4. Nach 3:12 Stunden profitierte Putinsewa, die Nummer 76 der Welt, bei ihrem zweiten Matchball von Wozniackis insgesamt 36. "Unforced Error".

Die zweimalige US-Open-Finalistin war zuvor noch nie in der ersten Runde von Melbourne gescheitert. Die nur 1,60 Meter große Julia Putinsewa kam durch 42 direkte Gewinnpunkte zu ihrem ersten Sieg gegen eine Top-20-Spielerin.

Djokovic braucht keine zwei Stunden

Der topgesetzte Serbe Djokovic hatte beim 6:3, 6:2, 6:4 gegen den Südkoreaner Hyeon Chung wenig Mühe. In der Rod-Laver-Arena verwandelte Becker-Schützling Djokovic nach 1:55 Stunden den ersten Matchball mit seinem zehnten Ass.

Schwerer hatte sich zuvor Branchenführerin Williams beim 6:4, 7:5 in 1:45 Minuten gegen Camila Giorgi (Italien) getan. Mit ihrem insgesamt siebten Coup im Melbourne Park könnte Williams ihr Grand-Slam-Konto auf 22 Titel aufstocken - und so mit Rekordhalterin Steffi Graf gleichziehen.

Djokovic, der in Down Under seinen sechsten Coup seit 2008 anpeilt, scherzte nach seinem erfolgreichen Auftakt: "Seitdem ich Vater bin, geht es immer weiter bergauf. Vielleicht sollten meine Frau und ich noch mehr Babys machen." In der Box lachte Trainer Boris Becker über den flotten Spruch seines Schützlings. Djokovic ist Vater des einjährigen Stefan.

Williams müht sich

Die 34-jährige Williams trat auf dem Centre Court mit einem neuen bauchfreien und quietschgelben Outfit an. Ihr gelangen gegen Giorgi, die beste ungesetzte Spielerin des Turniers, 19 direkte Gewinnpunkte. Allerdings leistete sich die jüngere Williams-Schwester auch 22 unerzwungene Fehler.  

In den vergangenen Wochen waren Zweifel am Gesundheits- und Fitness-Zustand der Nummer eins aufgekommen. Zuletzt hatte sich Williams mit einer Entzündung im Knie geplagt und deshalb zu Jahresbeginn auch ihr einziges Match beim Hopman Cup in Perth abbrechen müssen.

In der vergangenen Saison hatte Williams eine beeindruckende Bilanz von 53:3 Siegen vorzuweisen. Sie gewann die Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris und Wimbledon, scheiterte bei den US Open in New York allerdings sensationell im Halbfinale an der späteren Turniersiegerin Roberta Vinci (Italien). Damit platzte auch der Traum von Williams, als erste Spielerin seit Steffi Graf 1988 den Grand Slam zu gewinnen.

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