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Day One: The Championships - Wimbledon 2016
Marcus Willis schreibt in Wimbledon ein Tennis-Märchen © Getty Images

Der Weltranglisten-772. Marcus Willis setzt seinen Lauf fort und gewinnt sein Auftaktmatch in Wimbledon. Dabei hätte er beinahe seine Karriere beendet. Nun wartet Federer.

Die wundersame Reise des britischen Tennis-Nobody Marcus Willis geht in Wimbledon in die nächste Runde.

Die Weltranglisten-772., der zuvor nicht ein Spiel auf der ATP-Tour bestritten und sich durch zwei Qualifikationen ins Hauptfeld des bedeutendsten Tennisturniers der Welt gespielt hatte, gewann sein Auftaktmatch gegen Recardas Berankis aus Litauen 6:3, 6:3, 6:4.

Als Belohnung wartet ein Aufeinandertreffen mit Rekordchampion und Vorjahresfinalist Roger Federer. Der Schweizer gewann sein Erstrundenmatch gegen Guido Pella (Argentinien) 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3. "Ein Traum wird wahr. Zum Glück kann er nicht so gut auf Rasen spielen", scherzte Willis.

Der 25-Jährige war als 23. der britischen Rangliste in das interne Ausscheidungsturnier zur Wimbledon-Qualifikation gerutscht. Dort gelangen ihm ebenso drei Siege wie später in der Quali in Roehampton. Durch seinen Einzug in die zweite Runde hat Willis bereits 50.000 Pfund sicher, in seiner gesamten Karriere hat er bislang 69.500 Pfund Preisgeld verdient.

Beinahe hätte Willis seine Karriere beendet, er war kurz davor, einen Job als Tennistrainer in den USA anzunehmen.

"Dann aber traf ich ein Mädchen, sie sagte, ich bin ein Idiot - und ich soll doch jetzt einfach weitermachen", erzählte Willis. Sein berühmter britischer Landsmann Andy Murray lobte: "Eine wirklich coole Geschichte. Er ist ein sehr unkonventioneller Spieler."

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