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Angelique Kerber (l.) und Serena Williams (r.) kämpfen im Finale um den Wimbledon-Titel
Angelique Kerber (l.) und Serena Williams (r.) kämpfen im Finale um den Wimbledon-Titel © SPORT1 Grafik: Paul Haenel/Getty Images

Die Deutsche trifft im Wimbledon-Finale auf Serena Williams. Beide kämpfen um den Titel, aber auch um Grafs Erbe. Wird es eng, setzt Rittner auf Kerber.

Angelique Kerber will sich im Wimbledon-Finale gegen Serena Williams (ab 14.30 Uhr im LIVETICKER) für ihre harte Arbeit belohnen und gleichzeitig den Rekord von Tennis-Ikone Steffi Grafi verteidigen.

Dabei hatte die Deutsche nach ihrem Sieg bei den Australian Open lange Zeit um ihre Form gekämpft. Doch die 28-Jährige fand nach den French Open wieder zu mehr Gelassenheit und peilt nun beim ältesten Tennisturniers den zweiten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere an.

Leicht wird das jedoch nicht, denn im Finale trifft sie auf die Weltranglistenerste Serena Williams. Beide eint, dass sie das große Erbe von Steffi Graf antreten wollen, aber beide auf ihre eigene Art.

Kerber will Grafs Rekord verteidigen

Während Kerber die 20-jährige deutsche Durststrecke in Wimbledon beenden möchte, könnte Williams mit einem Sieg ihren 22. Grand-Slam-Triumph feiern und damit den Open-Era-Rekord von Graf einstellen.

Bei den letzten beiden Grand Slams spielten die Nerven von Williams ihr allerdings einen Streich und sie scheiterte in den Finals an Kerber bzw. Garbine Muguruga. Dennoch geht Williams spätestens nach ihrer Halbfinal-Gala gegen Jelena Wesnina auch dieses Mal wieder als klare Favoritin ins Duell.

Kerber muss sich dagegen trotz ordentlicher Leistungen noch steigern. Während die vielen Aufschlagverluste im Viertelfinale gegen Simona Halep noch zum Teil auf deren starkes Returnspiel zurückzuführen waren, wackelte der Aufschlag im Halbfinale gegen Venus Williams doch immer wieder bedenklich.

Gegen deren jüngere Schwester darf sich Kerber aber ähnliche Schwächen beim Aufschlag nicht leisten, wenn sie den Platz als Siegerin verlassen will.

Nerven werden entscheiden

Viel wird am Samstag davon abhängen, wer seine Nerven im Allerheiligsten des Tennissports von Beginn an im Griff hat.

Williams kennt die Situation, immerhin ist es ihr neuntes Wimbledonfinale. Kerber darf sich keinen Flatterstart wie im Halbfinale leisten.

Bundestrainerin Barbara Rittner muss für ihre Prognose keine Buchstaben zählen. Sie ist sich sicher, "wenn Serena ihr bestes Tennis spielt, ist nichts zu machen." Sie sagt aber auch: "Wenn es aber eng wird, dann würde ich auf Angie setzen."

"Gelernt mit dem Druck umzugehen"

Kerber hat jedenfalls mittlerweile gelernt mit dem Druck umzugehen: "Ich versuche, nicht zu viel zu lesen und zu viel an mich ranzulassen. An dem Druck bin ich bei den French Open in Paris gescheitert, daher denke ich nicht zu viel darüber nach", sagte Kerber.

Und der Kielerin winkt ein weiteres statistisches Bonbon. Sie könnte die erst achte Spielerin werden, die beide Williams-Schwestern in einem Turnier ausschaltet. Zuletzt gelang das Jelena Jankovic 2010 in Rom.

SPORT1 begleitet das Finale der Damen ab 14.30 Uhr im LIVETICKER.

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