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Der Showdown um den Tennis-Thron zwischen Serena Williams (l.) und Angelique Kerber rückt näher © SPORT1-Grafik: Getty Images/ Imago

München - Angelique Kerber nähert sich bei den US Open Schritt für Schritt Platz eins. Der Druck liegt bei Kontrahentin Serena Williams. Ein Showdown im Finale winkt.

Die Spannung steigt, der Kampf um den Tennis-Thron bei den US Open in New York ist nun endgültig zum Zweikampf zwischen Angelique Kerber und Serena Williams geworden.

Nach dem Achtelfinal-Aus der Polin Agnieszka Radwanska entscheidet sich das Rennen um Platz eins nur noch zwischen der Deutschen und der Amerikanerin - mit theoretisch besseren Karten für Kerber.

Die US-Amerikanerin führt die WTA-Rangliste aktuell mit 7050 Punkten an. Kerber folgt mit 6860 Zählern knapp dahinter. Williams hat als Halbfinalistin des Vorjahres jedoch deutlich mehr Punkte zu verlieren als die Deutsche, die 2015 bereits in der dritten Runde gescheitert war.

Williams unter Zugzwang

Durch Kerbers Viertelfinal-Einzug ist Williams nun gezwungen, zumindest das Endspiel in Flushing Meadows zu erreichen. Sollten beide Spielerinnen das Finale gegeneinander bestreiten, ist die Rechnung denkbar einfach: Die Gewinnerin sichert sich dann neben dem US-Open-Sieg auch Platz eins in der Weltrangliste.

Kerber wäre dann die erste Deutsche auf dem Tennis-Thron seit Steffi Graf. Der Weg ins Endspiel scheint für sie der einfachere zu sein. Mit Madison Keys scheiterte die wohl härteste Konkurrentin in ihrer Hälfte des Turnierbaums. Im Viertelfinale setzte sich die 28-Jährige gegen Roberta Vinci durch.

Traumfinale um Platz eins?

Momentan läuft alles auf ein Traumfinale der beiden derzeit besten Tennis-Spielerinnen hinaus. Denn Williams präsentiert sich nach ihrer Schulterverletzung wieder in überragender Form. Die 34-Jährige gab im bisherigen Turnierverlauf noch kein einziges Aufschlagspiel ab.

Mit ihrem 308. Grand-Slam-Sieg im Achtelfinale gegen die Kasachin Jaroslawa Schwedowa übernahm sie zudem die Führung in der "ewigen" Bestenliste vor dem Schweizer Roger Federer.

Sollte Williams tatsächlich auch nach den US Open noch die Nummer eins sein, würde sie zudem mit der 187. Woche am Stück an der Spitze Steffi Graf in diesem Ranking abschütteln.

Es geht also nicht nur um ein direktes Duell um die Krone, sondern auch um die Jagd nach Graf.

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