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Martina Navratilova (l.) gewann in ihrer Karriere 18 Grand-Slam-Titel © Getty Images

Die Tennis-Legende übt nach Kerbers Achtelfinal-Aus Kritik an der Spielweise der Weltranglisten-Ersten und erwartet eine baldige Ablösung. Als Gejagte müsse man vorangehen.

Tennis-Ikone Martina Navratilova hat nach dem Achtelfinal-Aus von Angelique Kerber bei den Australian Open die Spielweise der Weltranglisten-Ersten kritisiert.

"Angie hat auf jeden Fall defensiver gespielt, als sie es hätte tun sollen. Manchmal wirst du die Nummer eins und willst diesen Platz verteidigen - und dann spielst du auch so. Aber dann verlierst du gegen die anderen. Das ist am Sonntag passiert. Du kannst nicht einfach deinen Platz nur verteidigen, du musst vorangehen und offensiver spielen", sagte die 18-malige Grand-Slam-Siegerin bei einem Medientermin am Montag in Melbourne.

Kerber macht der Druck zu schaffen

Nach Ansicht der 60-Jährigen macht der Kielerin die Rolle der Gejagten zu schaffen: "Wenn man plötzlich die Nummer eins der Welt wird, ist das ein anderer Druck, den man spürt. Es braucht seine Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Man erhält auf einmal noch mehr Aufmerksamkeit, und sie hat ja auch Serena Williams die Nummer-eins-Position abgenommen. Das war etwas Besonderes. Jetzt schaut man ihr eben genau über die Schulter."

Kerber hatte sich in ihrem Achtelfinale der Amerikanerin Coco Vandeweghe überraschend deutlich mit 2:6 und 3:6 geschlagen geben müssen und droht nach nur wenigen Wochen die Führung in der Weltrangliste wieder zu verlieren.

"Williams wird wieder Nummer eins"

Auch Navratilova erwartet eine baldige Rückkehr von Serena Williams auf den Platz an der Sonne: "Sie ist nun der große Favorit, und alle Spielerinnen richten sich immer nach ihr aus und schauen, in welcher Hälfte sie ist. Sie ist immer die Person, die es zu schlagen gilt. Und wenn sie gewinnt, wird sie automatisch die Nummer eins."

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