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Stuttgart - Sabine Lisicki kommt aus dem Negativstrudel nicht heraus, scheitert in Stuttgart schon in Runde 1 - ohne Spielgewinn. Auch Görges patzt bemerkenswert.

Fed-Cup-Blues und Blackout: Nach ihrer historischen Pleite musste Sabine Lisicki erst einmal an die frische Luft.

Auf dem Parkdeck neben der Arena versuchte die völlig niedergeschlagene Berlinerin, ihre 0:6, 0:6-Auftaktschlappe beim WTA-Hallensandplatzturnier in Stuttart gegen Sarina Dijas (Kasachstan/Nr. 32) irgendwie zu verarbeiten.

Es gelang nicht - erst rund 90 Minuten nach dem Matchende kam Lisicki mit verweinten Augen in die Pressekonferenz. (SERVICE: Der WTA-Kalender)

"Das war ein kompletter Blackout. Es hat nichts funktioniert, ich kann es nicht erklären. Es ist traurig und schade", sagte die Weltranglisten-19., die noch am Mittwochabend ein "Straftraining" absolvieren wollte: "Ich muss das jetzt hinter mir lassen."

Sabine Lisicki scheiterte in Stuttgart bereits in Runde 1
Sabine Lisicki scheiterte in Stuttgart bereits in Runde 1 © Imago

Kerber behält die Nerven

Ihre Fed-Cup-Teamkollegin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 14) indes erreichte durch ein 6:2, 7:5 gegen "Lucky Loser" Alexa Glatch (USA) das Achtelfinale, in dem sie am Donnerstag auf die topgesetzte Weltranglistenzweite Maria Scharapowa (Russland) trifft.

"Ich werde bereit sein, aber ich muss mein bestes Tennis zeigen, um eine Chance zu haben. Ich glaube, es wir ein interessantes Match", sagte Kerber, die mit dem Fed-Cup-Team um Lisicki, Andrea Petkovic und Julia Görges am Montag aus Sotschi in der Schwabenmetropole angekommen war.

"Eine erste Runde ist immer schwer. Ich habe versucht, meinen Rhythmus zu finden. Am Ende bin ich froh, dass ich es geschafft habe", fügte sie an.

Görges flattern die Nerven

Am Mittwochabend scheiterte Görges (Bad Oldesloe/Nr. 64) völlig unnötig in Runde eins.

Nach drei vergebenen Matchbällen und 2:40 Stunden Matchdauer unterlag die Stuttgart-Gewinnerin von 2011 der Schweizerin Belinda Bencic mit 6:3, 3:6, 5:7.

Petkovic (Darmstadt/Nr. 11) hatte ihre Teilnahme an dem mit 731.000 Dollar dotierten Event wegen einer Oberschenkelverletzung absagen müssen.

"Brille" für Lisicki

Lisicki erlebte nur drei Tage nach der 2:3-Niederlage im Fed-Cup-Halbfinale in Russland einen neuerlichen Rückschlag und musste ein Pfeifkonzert des Stuttgarter Publikums mitanhören.

In nur 63 Minuten verpasste ihr Dijas eine sogenannte "Brille" - noch nie zuvor hatte die Deutsche auf der WTA-Tour ein Match ohne eigenen Spielgewinn beendet.

Lisickis Freund Oliver Pocher, der hilflos in der Box saß, flüchtete sich derweil in Galgenhumor. (SERVICE: WTA-Weltrangliste)

"Sich einmal fühlen wie Brasilien letztes Jahr!!!", twitterte Pocher unmittelbar nach dem Trauerspiel. Der Comedian erinnerte damit an die 1:7-Pleite der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale im vergangenen Jahr gegen Deutschland.

Sechste Erstrunden-Pleite 2015

Es war die sechste Auftaktschlappe von Lisicki im neunten Turnier 2015. Dabei hatte die 25-Jährige zuletzt bei der US-Hartplatztour überzeugt und in Indian Wells das Halbfinale beziehungsweise in Miami das Viertelfinale erreicht.

"Aber Sand ist eben ein anderer Belag", meinte Lisicki, schränkte aber ein: "Ich weiß aber nicht, ob das der Hauptgrund für die Niederlage war."

Am vergangenen Wochenende allerdings hatte Lisicki in Russland ihr Einzel sowie an der Seite von Petkovic das entscheidende Doppel verloren.

Gegen Dijas präsentierte sich Lisicki total verunsichert. Allein im ersten Satz leistete sich die Wimbledonfinalistin von 2013 17 unerzwungene Fehler - und insgesamt sieben Doppelfehler.

Wie verkauft sich Witthöft gegen Garcia?  

Am Montag hatte bereits Carina Witthöft (Hamburg/Nr. 74) durch einen Erfolg über Mona Barthel (Bad Segeberg/Nr. 39) die Runde der letzten 16 erreicht.

Dort trifft sie am Donnerstag auf Ivanovic-Bezwingerin Caroline Garcia aus Frankreich.

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