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Barbara Rittner steht weiterhin voll hinter Andrea Petkovic
Barbara Rittner und Andrea Petkovic nach Petkovics Sieg gegen Samantha Stosur im Fed Cup im Februar © Getty Images

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner bedauert den missglückten Saisonausklang von Andrea Petkovic. Sie macht ein prinzipielles Problem aus.

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hat den unversöhnlichen Saisonausklang von Andrea Petkovic in Luxemburg bedauert und mit Sorge verfolgt.

"Man hat das Gefühl, dass sie derzeit keinen Spaß am Tennis hat. Andrea ist zu verkrampft, das merkt man", sagte Rittner.

Die Weltranglisten-20. Petkovic war am Montagabend beim WTA-Turnier in Luxemburg überraschend mit 5:7, 6:2, 5:7 an der Japanerin Misaki Doi (Nr. 92) gescheitert. Es war der achte Erstrunden-K.o. der Hessin im Jahr 2015 - und der vierte in den vergangenen fünf Turnieren.

In das Tennis-Jahr war Petkovic als Nummer 14 der Welt gestartet. Zwar konnte die 28-Jährige im Februar das Turnier in Antwerpen gewinnen, doch bei den Grand Slams war die French-Open-Halbfinalistin von 2014 nie über die dritte Runde hinausgekommen.

"Wenn man ihre Ansprüche kennt, weiß man, dass es keine gute Saison von ihr war", meinte Rittner.

Offen ist bei Petkovic nach wie vor die Trainerfrage. Vor den US Open hatte sich die Darmstädterin, die 2011 schon einmal Weltranglisten-Neunte war, von Coach Dirk Dier getrennt. Seitdem wurde die deutsche Nummer zwei von ihrem Sparringspartner Boris Conkic betreut.

Auch mit Blick auf den Fed Cup wünscht sich Rittner, dass Petkovic nach der Pause wieder zu alter Form zurückfindet. Das deutsche Team empfängt im Erstrundenspiel am 6./7. Februar 2016 in Leipzig die Schweiz. "Das wird richtig schwer. Aber die Zielsetzung ist, wieder ins Finale zu kommen", sagte Rittner.

Im November 2014 hatten Angelique Kerber, Petkovic und Co. das Endspiel in Prag gegen Gastgeber Tschechien (1:3) verloren. In diesem Jahr war die Auswahl im Halbfinale in Sotschi an Russland (2: 3) gescheitert.

Die Schweiz kann wohl auf Timea Bacsinszky (Nr. 10), Belinda Bencic (Nr. 16) und die frühere Nummer eins Martina Hingis zurückgreifen, die auf der Tour erfolgreich im Doppel aktiv ist.

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