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2016 Australian Open - Day 9
Maria Scharapowa droht eine zweijährige Sperre © Getty Images

Kurz nach dem Doping-Geständnis der Tennis-Queen verzeichnet eine russische Webseite eine erhöhte Nachfrage nach dem Präparat. Selbst horrende Preise stoppen den Absatz nicht.

Der Fall Maria Scharapowa hat offensichtlich unmittelbar eine stark erhöhte Nachfrage nach dem Mode-Dopingmittel Meldonium ausgelöst.

Eine russische Webseite, die Nahrungsergänzungsmittel vertreibt, berichtete auf Anfrage der BBC, nach dem Geständnis des Tennis-Superstars seien innerhalb von 24 Stunden 150 Packungen des meldoniumhaltigen Präparats Mildronat verkauft worden - im Vergleich zu 850 im gesamten vergangenen Jahr.

Der Preis sei nun nahezu verdoppelt worden, erklärte ein Sprecher von RUPharma, sogar ein zusätzlicher Mitarbeiter werde eingestellt: "Wir nennen Mildronat hier schon scherzhaft Scharaponat."

Meist wollten die neuen Kunden das Präparat für sportliche, nicht für medizinische Zwecke einsetzen. Mildronat wird häufig bei Erkrankungen des Herzkreislaufsystems verschrieben, es hat stärkende Wirkung und verbessert den Stoffwechsel. Es ermöglicht höhere Belastungen und eine schnellere Regeneration.

Scharapowa (Russland) hatte am Montag eingeräumt, dass sie bei den Australian Open Anfang des Jahres positiv auf Meldonium getestet wurde. Sie nehme den Wirkstoff seit 2006 gegen eine Diabetes-Erkrankung ein.

Eine sehr hohe Fallzahl beim Nachweis von Meldonium im vergangenen Jahr hatte dazu geführt, dass der Wirkstoff von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf die Verbotsliste gesetzt wurde. Scharapowa (28) erklärte, sie habe dies nicht mitbekommen.

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