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Maria Scharapowa
Maria Scharapowa droht eine lange Sperre © Getty Images

Nach ihrer Doping-Beichte wird Maria Scharapowa als Botschafterin der Vereinten Nationen von ihrem Job entbunden. Eine Rückkehr lässt die UN dennoch offen.

Russlands Tennisstar Maria Scharapowa ist nach ihrer spektakulären Dopingbeichte nicht mehr Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen (UN). Dies teilte die UN am Dienstag in New York mit.

Man habe beschlossen, "sie von ihrer Rolle als Sonderbotschafterin zu entbinden und alle geplanten Aktivitäten auszusetzen, solange die Ermittlungen laufen", hieß es in der Erklärung.

Maria Scharapowa war 2007 von der UN zur Goodwill-Botschafterin erklärt worden, um gegen die Armut auf der Welt zu kämpfen. Bei ihrer Ernennung spendete Scharapowa gleich 100.000 Dollar für das UN-Entwicklungsprogramm UNDP.

Scharapowa hatte am Montag vergangener Woche einen positiven Dopingtest bei den Australian Open im Januar öffentlich gemacht. Bei der 28-Jährigen war die seit dem 1. Januar 2016 verbotene Substanz Meldonium gefunden worden. Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin wurde von der ITF ab dem 12. März vorläufig suspendiert.

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Die maximale Strafe für Scharapowa wäre eine vierjährige Sperre, falls der Internationale Tennisverband ITF bei dem Superstar von einem "wissentlichen Betrug" ausgeht. Für "fahrlässiges Handeln" ist ein Strafmaß von zwei Jahren vorgesehen, das bei "mildernden Umständen" noch erheblich verkürzt werden könnte.

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