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Maria Scharapowa gewann 2004 ihr erstes Grand-Slam-Turnier © SPORT1 Grafik: Getty Images

Maria Scharapowa bekommt nach ihrem positivem Dopingtest unzählige neue Spitznamen verpasst. Die Russin wird auch als Opfer bezeichnet. SPORT1 zeigt die Pressestimmen.

Der Dopingfall Maria Scharapowa sorgt weltweit für Schlagzeilen.

Die russische Sport-Express weist darauf hin, dass der positiv auf Meldonium getestete Tennis-Star kaum Berührungspunkte mit dem in Ungnade gefallenen Sportsystem ihrer Heimat hatte.

Die englischen Medien schreiben von "Shazzas Dopingschande" und verpassen der 28-Jährigen den Spitznamen "Sharadopa". SPORT1 stellt die internationalen Pressestimmen zum Dopingfall Maria Scharapowa zusammen.

RUSSLAND

Sport-Express: "Es ist klar, dass Scharapowa für das russische Sportsystem nicht relevanter ist als Serena Williams. Maria hat Russland als Kind in Richtung USA verlassen, war seither nur selten in der Heimat. Sie wuchs an einer amerikanischen Sportschule auf, es gab keine russischen Experten in ihrem Team und es gab fast keinen Kontakt mit der in Ungnade gefallenen russischen Anti-Doping-Agentur."

ENGLAND

Sun: "Shazzas Dopingschande. Scharapowas Tennis-Karriere liegt in Trümmern."

Mirror: "Scharapowa schockt die Sportwelt. Nun steht der Superstar vor dem Kampf um seine Karriere."

Daily Mail: "Sharap-over für Mary."

Times: "Den Sport im Misskredit zu verlassen, das Image zu zertrümmern, das sie sich so hart erarbeitet hat, wäre ein schwerer Schlag. Sicher ist, dass diese einzigartige Frau, die ihr ganzes Leben lang gekämpft hat, die Schlacht um Herzen und Verstand nicht ohne Gegenwehr verlieren wird."

Metro: "Sharadopa - der Russin drohen Einbußen bei Sponsorengeldern in Höhe von 21 Millionen Pfund (27 Millionen Euro) pro Jahr."

Video

USA

USA Today: "Scharapowa überbrachte die Nachricht von ihrem positiven Dopingtest mit dem gleichen Geschick und der gleichen Anmut, die sie auf dem Court zeigt. (...) Sie übernahm die Verantwortung, anstatt ihre Ärzte, die Doping-Agentur oder irgendjemanden außer sich selbst zu beschuldigen."

FRANKREICH

Le Monde: "Maria Scharapowa - das jüngste 'Opfer' der Meldonium-Epidemie."

Le Parisien: "Scharapowa fällt von der Spitze."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Der scheinbar unantastbare Mythos der schönen Maria droht zu bröckeln. Bisher schien es undenkbar, dass die lebende Ikone der Schönheit auf den Tenniscourts von Doping belastet werden könnte. Doch auch Scharapowa wird jetzt von derselben Welle mitgerissen, die seit Monaten den gesamten russischen Sport überrollt."

Corriere dello Sport: "Ein Schock für die Welt. Scharapowa kommt auf die Liste der Dopingsünder. Die finanziellen Folgen könnten enorm sein: Schließlich ist sie seit elf Jahren die Sportlerin, die weltweit am meisten verdient."

Corriere della Sera: "Zehn Jahre ohne Dopingprobleme, doch jetzt droht der Königin des Tennis eine vierjährige Sperre. Eine böse Wende in einem Leben, das wie ein Märchen erscheint. Scharapowas Film bricht hier ab, für die Zukunft gibt es keine Sicherheiten."

Il Messaggero: "Scharapowa stürzt in einen Doping-Albtraum. Für das blonde russische Mädchen, das zur Tennis-Königin avancierte, könnte das Abenteuer bald zu Ende sein. Die Sponsorenflucht hat schon begonnen. Wird die blonde Maria jetzt aus dem Tennis-Olymp verjagt?"

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