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War mit der alten Nominierungsregelung unzufrieden: Bundestrainer Jörg Roßkopf

Tischtennis-Bundestrainer Jörg Roßkopf hält die drastische Strafe für den chinesischen Weltmeister Zhang Jike nach dessen Weltcupsieg in Düsseldorf für überzogen.

"Ich finde es relativ lächerlich, ihm die 45.000 Dollar zu streichen, um ehrlich zu sein", sagte Roßkopf dem Internetportal der Tischtennis-Bundesliga.

Zhang hatte nach seinem Finalsieg gegen seinen Landsmann Ma Long im Überschwang der Gefühle gleich zwei Werbebanden zertreten. Die Turnierleitung entschied, dem Gewinner die Siegprämie von 45.000 Dollar, umgerechnet gut 35.000 Euro, nicht auszuzahlen.

"Wir sind hier nicht beim Tennis oder in der Formel 1, wo man immense Strafsummen verhängen kann. 1000 Dollar Strafe hätten es da sicherlich auch getan. Da sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen", sagte Roßkopf.

Zhang habe vor dem Turnier unter einem "unmenschlichen Druck" gestanden, nachdem ihm sein Cheftrainer im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 öffentlich angezählt hätte.

Der 26-jährige Zhang entschuldigte sich für seine Reaktion. "Was ich getan habe, tut mir sehr leid. Mein Verhalten war nicht akzeptabel", sagte Zhang, der im Halbfinale Lokalmatador Timo Boll in sieben Sätzen bezwungen hatte. Boll beendete das Turnier auf dem dritten Rang.

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