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Timo Boll (l.) spricht mit Dimitrij Ovtcharov
Timo Boll (l.) spricht mit Dimitrij Ovtcharov © Getty Images

Die deutschen Tischtennis-Stars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sind nur eine Woche nach der WM in China schon wieder gefordert: Im Hinspiel des Champions-League-Finales zwischen Borussia Düsseldorf (Boll) und Fakel Orenburg (Ovtcharov) am Sonntag treffen die beiden Top-10-Spieler voraussichtlich auch im direkten Duell aufeinander.

Rekordeuropameister Boll sieht seine Mannschaft, die nach dem Pokalsieg und dem Einzug ins Bundesliga-Finale am 24. Mai gegen den TTC Fulda-Maberzell das dritte "Triple" nach 2010 und 2011 anvisiert, gegen den zweimaligen Titelgewinner aus Russland als chancenreichen Außenseiter: "Orenburg ist bärenstark. Aber wenn sie vor einer Mannschaft in Europa Respekt haben, dann vor uns. Wir haben schon manches Tischtennis-Wunder vollbracht, warum sollte uns nicht wieder eines gelingen?"

Im ersten Duell mit dem Weltranglistensechsten Ovtcharov und den nur drei Plätze tiefer geführten Ex-Europameister Wladimir Samsonow aus Weißrussland sei daher das Ziel, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 29. Mai, sagte der WM-Fünfte Boll.

Beim Anlauf zum insgesamt elften Erfolg im wichtigsten Klubwettbewerb des Kontinents muss der WM-Überraschungsviertelfinalist Patrick Franziska (22) nach dem Ausfall des Inders Sharath Kamal Achanta (Oberschenkelverletzung) für Düsseldorf mehr Verantwortung übernehmen.

Ovtcharov, der gegen Boll zuletzt im Herbst im Weltcup-Viertelfinale nach zuvor fünf Siegen in Serie verloren hatte, misst dem Auftritt kurz nach seinem enttäuschenden Zweitrunden-Aus bei der WM große Bedeutung zu: "Für unseren Verein sind das die Spiele des Jahres. Bei uns zählt nur die Champions League."

Für den Europameister, der in seinem sechsten Champions-League-Finale in Serie seinen vierten Titel anstrebt, sind die Endspiele gegen Düsseldorf ebenso beinahe ein "Familientreffen" wie für seinen Teamkollegen Samsonow: Beide trugen mehrere Jahre das Borussia-Trikot und gewannen mit den Rheinländern auch jeweils einmal die Champions League (Samsonow 2000 und Ovtcharov 2009).

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