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Timo Boll muss im Halbfinale verletzt aufgeben
Timo Boll muss im Halbfinale verletzt aufgeben © Getty Images

Budapest - Die Tischtennis-EM endet für den Rekordsieger auf tragische Weise. Timo Boll muss im Halbfinale gegen einen Franzosen verletzt aufgeben. Edelmetall gibt es trotzdem.

Für Rekordsieger Timo Boll (Düsseldorf) ist die EM in Budapest auf höchst unglückliche Weise zu Ende gegangen. Der 35-Jährige musste im Halbfinale gegen den Franzosen Simon Gauzy beim Stand von 1:2 wegen seiner erneut aufgebrochenen Nackenverletzung aufgeben

"Es ist mir im zweiten Satz wieder in den Nacken gefahren. Es ist die gleiche Stelle wie bei Olympia. Nachdem es sich nicht wieder legte, habe ich vorsichtshalber aufgegeben", begründete Boll seine Entscheidung.

Dennoch bleibt für Boll Bronze als neunte EM-Einzelmedaille seiner Karriere.

Gold und zweimal Silber garantiert

Gauzy trifft im ersten französischen Endspielduell der 58-jährigen EM-Geschichte auf Emmanuel Lebesson (4:1 gegen den Polen Jakub Dyjas). Der Sieger tritt die Nachfolge von Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) an, der schon in der zweiten Runde gegen Dyjas die Hoffnungen auf seinen dritten EM-Einzeltitel begraben musste.

Nach Bolls Aus hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) vor den Endspielen am Sonntagnachmittag außer Bronze für seinen Altmeister noch mindestens einen Titel und zwei Silbermedaillen sicher. Im Finale des Damen-Doppels spielen zwei DTTB-Kombinationen Gold unter sich aus, und danach steht der Saarbrücker Patrick Franziska an der Seite des Dänen Jonathan Groth im Endspiel des Herren-Doppels.

Lediglich im Damen-Einzel, in dem Hu Melek (Türkei) und Yu Fu (Portugal) in einem Duell zweier gebürtiger Chinesinnen das Finale bestreiten, blieben die DTTB-Spielerin in Ungarns Hauptstadt ohne einen Podestplatz.

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