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Der Berater von Holger Badstuber verkündet, dass der FC Bayern seinen Klienten im Winter verleihen soll. Dem HSV macht er allerdings wenig Hoffnung.

Schon als Holger Badstuber nach dem letzten Spieltag 2016 einen Tweet absetzte, ahnten viele Münchner Fans, was kommen würde.

Der 27-Jährige twitterte nach der Partie gegen RB Leipzig (3:0) "DANKE", hängte ein Foto an, das ihn vor den Bayern-Anhängern in der Südkurve zeigte.

Nun ist klar: Badstuber steht wirklich vor dem Abschied aus München - zumindest vorübergehend. Dies bestätigte sein Berater Berater Peter Duvinage dem Hamburger Abendblatt am Dienstag.

Demnach habe man sich nach "sehr guten Gesprächen" mit Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf eine Ausleihe im Winter verständigt.

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Vertrag müsste verlängert werden

Der Innenverteidiger soll dringend Spielpraxis sammeln, die er in München nicht mehr erhält. Dort ist er in der Innenverteidigung nach Jerome Boateng, Mats Hummels und Javi Martinez nur vierte Wahl. In der Hinrunde kam er lediglich in drei Pflichtspielen zum Einsatz. Hinzu kommt seine Verletzungsanfälligkeit. So musste er nach einem Bruch des Sprunggelenks im Februar 2016 fast vier Monate pausieren.

Da Badstubers Vertrag im Sommer ausläuft, müsste für eine Leihe sein Kontrakt der Logik nach erstmal um mindestens ein Jahr verlängert werden, ansonsten ist auch ein endgültiger Abschied aus München möglich.

Chancen des HSV "sehr gering"

Komplett offen ist noch, wohin Badstubers Reise geht. Die Chancen auf einen Wechsel zum oft genannten Hamburger SV sind laut Berater "sehr gering".

"Es gab eine Anfrage des HSV an den FC Bayern, aber mit mir oder Holger hat keiner gesprochen", sagte Duvinage.

Zuvor hatte die Sport Bild berichtet, dass es bereits Gespräche zwischen den Hanseaten und dem Verteidiger gegeben hatte. Auch der Zweitligist VfB Stuttgart soll an dem Verteidiger interessiert sein.

Ausweg Guardiola?

Zuletzt wurde auch über einen Wechsel in die Premier League spekuliert. Nach Informationen des Senders ESPN ist Manchester City mit Ex-Coach Pep Guardiola ernsthaft interessiert.

Schon im vergangenen Sommer waren Spekulationen aufgekommen, dass Guardiola den von ihm zu Bayern-Zeiten sehr geschätzten 27-Jährigen zu den Citizens locken wolle.

Allerdings hätte Badstuber dort ebenfalls riesige Konkurrenz, zudem würde den Citizens wenig daran liegen, den Abwehrspieler nach sechs Monaten wieder abgeben zu müssen.

Auch ein Wechsel in die zweite Liga zum in der Vergangenheit interessierten VfB Stuttgart ist ob des Niveaus der Spielklasse sehr unwahrscheinlich.

Bleibt für den verletzungsgeplagten Badstuber nur zu hoffen, dass er auch am Ende der Rückrunde seinem neuen Klub ein "DANKE" aussprechen kann.

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