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Berlin - Bei Borussia Dortmund und Pierre-Emerick Aubameyang stehen die Zeichen auf Abschied. Aber wohin geht die Reise der Top-Torjägers? SPORT1 zeigt seine Optionen auf.

Dass Pierre-Emerick Aubameyang Borussia Dortmund schon um eine Freigabe gebeten habe, wollte Thomas Tuchel vor dem Pokalfinale am Samstag gegen Eintracht Frankfurt (ab 19.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) so nicht stehen lassen.

"Da wissen Sie mehr als ich", entgegnete der Trainer einer Journalistin auf der Pressekonferenz.

Auch Hans-Joachim Watzke wich aus, als er auf die Zukunft des Dortmunder Top-Torjägers angesprochen wurde. "Wir setzen uns direkt nach dem Endspiel zusammen. Dann werden wir schauen", sagte der Klubboss.

Aubameyang in Berlin zum letzten Mal im schwarz-gelben Trikot? Dieses Szenario "kann sein, muss aber nicht sein", so Watzke knapp. Die Anzeichen verdichten sich jedoch, dass neben Tuchel auch Aubameyang in Berlin sein letztes Spiel für den BVB bestreiten wird.

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Das Bild von Aubameyang nach dem letzten Bundesligaspiel am vergangenen Samstag gegen Bremen mit Torjägerkanone in den Händen und Tränen in den Augen sah schon sehr nach Abschied aus. Dazu kamen seine kryptischen Worte, "in den nächsten Tagen" mit dem Verein zu reden. Über eine Freigabe.

Im Grunde ist der Poker bereits in der entscheidenden Phase. Die Frage ist lediglich, wer das nötige Geld für einen Kauf Aubameyangs nach Dortmund überweist.

SPORT1 beleuchtet vier Möglichkeiten:

- Aubameyang bleibt 

Fakt ist: Der Gabuner hat beim BVB noch einen Vertrag bis 2020. Das macht ihn neben seinen Toren so wertvoll. Allein in der Bundesliga hat Aubameyang 31 von 72 Dortmunder Treffern erzielt.

Dortmund könnte auf den Vertrag pochen, Aubameyang selbst im nächsten Jahr noch immer für viel Geld verkaufen. Die Frage ist: Will Aubameyang das? Es sieht nicht danach aus.

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Bei einem sofortigen Verkauf hat der BVB das große Problem, schnellen und adäquaten Ersatz zu finden. Ein echter Stürmer – noch dazu seines Formats – findet sich im aktuellen Kader der Borussia nicht. 

- China lockt mit unmoralischem Angebot

Die Schmerzgrenze des BVB bei einem Verkauf liegt bei etwa 75 bis 80 Millionen Euro. So hatte es Watzke bereits vor Wochen bei SPORT1 im Volkswagen Doppelpass angedeutet. Nur: Wer kann und will diese Summe zahlen?

Der chinesische Klub Tianjin Quanjian soll sogar geneigt sein, eine Ablöse von 85 Millionen Euro hinzublättern. Dazu ist von einem unmoralischen Gehaltsangebot für den Angreifer die Rede.

Dass Aubameyang mit seinen 27 Jahren nach China wechseln will, ist aber bei allen Summen schwer vorstellbar.

- Modemetropole Mailand

Der AC Mailand gilt als weiterer Kandidat. Für Aubameyang wäre es eine Rückkehr: Vier Jahre hat er in Mailand gespielt, konnte sich damals aber dort nicht durchsetzen. Inzwischen wäre er sicher eine Bereicherung für Milan.

Passen würde Aubameyangs Umzug nach Mailand auch aus einem anderen Grund. In der Vergangenheit hat es den extravaganten Angreifer immer wieder zu Kurztrips in die italienische Modemetropole gezogen.

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Das größte Problem ist aber, dass Milan so viel Geld wohl gar nicht aufbringen kann. 

- Zu PSG und zum Stamm-Friseur

Viel deutet darauf hin, dass es Aubameyang zu Paris Saint-Germain ziehen wird. PSG ist der einzige Klub in Aubameyangs Heimat Frankreich, der mit einem Angebot aus China in etwa mithalten könnte.

Außerdem wollen die Pariser angeblich Angel Di Maria für rund 50 Millionen Euro an Inter Mailand loswerden. Geld und Platz für Aubameyang wären also da.

Angenehmer Nebeneffekt für Aubameyang: Er hätte es nicht mehr so weit zu seinem Stamm-Friseur.

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