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Leder
Lothar Leder stand beim Ironman in Hawaii 1997 und 1998 auf dem Podest © Imago

Nach der Kritik von Jan Frodeno meldet sich auch Lothar Leder zu Wort. Bei SPORT1 nennt der frühere Weltklasse-Triathlet die Gründe für die Probleme.

Der frühere Weltklasse-Triathlet Lothar Leder hat fehlende Wettkampfpraxis als Hauptursache für die deutschen Probleme im olympischen Triathlon ausgemacht.

"Es werden zu wenig Rennen gemacht", sagte der 45-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

"Es wird das ganze Jahr nur trainiert, es müssten mehr Wettkämpfe gemacht werden. Es ist ganz wichtig, dass die Leute Rennerfahrung und Selbstvertrauen kriegen. Aber es wird nur trainiert, trainiert, trainiert. Das geht so nicht", kritisierte er.

Mit etwas Zynismus spielte er auf die Trainingslager der jungen Triathlon-Profis an: "Sie sind immer nur im Warmen, auf tollen Inseln. Das läuft so nicht."

Leder schloss sich damit der harschen Kritik von Olympiasieger und Ironman Jan Frodeno an. Der hatte der deutschen Triathlon-Führung nach enttäuschenden Olympischen Spielen in der Sport Bild unter anderem mangelnde Zielsetzung vorgeworfen.

In Rio war bei den Männern kein einziger deutscher Triathlet am Start.

Leder traut Frodeno beim Ironman auf Hawaii im Oktober die erfolgreiche Titelverteidigung zu. "Wir werden von ihm das erste Mal unter acht Stunden erleben", ist er sich sicher.

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