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Jan Frodeno feiert seinen Sieg beim Triathlon Roth
Jan Frodeno feiert seinen Sieg beim Triathlon Roth © Getty Images

Für Timo Bracht ist Jan Frodeno aktuell für keinen Triathleten erreichbar. Der Erfolg des Ironman-Siegers ist für den Routinier allerdings Fluch und Segen zugleich.

Laut Routinier Timo Bracht ist Ironman-Weltmeister Jan Frodeno aktuell für keinen Triathleten dieser Welt erreichbar.

"Er ist eine Kategorie wie Usain Bolt über 100 Meter – da steht der Sieger auch vor dem Start fest", sagte der 41-Jährige, der am Samstag ebenso wie Champion Frodeno bei der WM auf Hawaii antreten wird, der Frankfurter Rundschau.

Frodeno (35) sei schlichtweg "der schnellste Schwimmer, der schnellste Radfahrer, der schnellste Läufer – das wäre so, als wenn im Fußball auf jeder Position ein Manuel Neuer spielen würde", sagte Bracht, die Zeiten wirkten auch deshalb "wie von einem anderen Stern."

Tatsächlich hat Frodeno, der 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking noch Gold über die Kurzdistanz gewonnen hatte, die Langdistanz im Sturm erobert.

Bereits 2015, nur ein Jahr nach seinem Umstieg, gewann Frodeno die Europameisterschaft in Frankfurt/Main und die WM in Kailua-Kona/Hawaii.

Doch Bracht zweifelt, ob Frodenos Übermacht förderlich für die Sportart ist. Er habe es zwar geschafft, "unseren Sport auf eine neue Ebene zu heben. Ob der Triathlon insgesamt profitiert, muss man allerdings abwarten."

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