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Jalen Adams (l.) brachte UConn in die vierte Verlängerung
Jalen Adams (l.) brachte UConn in die vierte Verlängerung © Imago

Vier Verlängerungen sind nötig, um zwischen UConn und Cincinnati den Sieger zu bestimmen. Ein Akteur rettet sein Team mit einem Wunderwurf aus der eigenen Hälfte.

Das wirkliche March-Madness-Turnier im College Basketball beginnt eigentlich erst mit der ersten Runde am 17. März. Verrückte Spiele und große Überraschungen stehen dabei fast an der Tagesordnung.

Das unfassbare Spiel zwischen den Connecticut Huskies und den Cincinnati Bearcats im Viertelfinale der American Athletic Conference war aber mehr als ein erster Vorgeschmack auf den Kampf um den Titel in der NCAA (LIVE im TV auf SPORT1 US).

Denn UConn setzte sich erst nach vier Verlängerungen mit 104:97 (62:62, 27:36) gegen Cincinnati durch.

Adams trifft vom Parkplatz

Dabei sahen die Huskies am Ende der dritten Overtime schon wie der sichere Verlierer aus. Kevin Johnson hatte die Bearcats mit einem Dreier mit 88:85 in Führung gebracht. 0,8 Sekunden verblieben noch auf der Uhr.

Genug Zeit für Jalen Adams, nach einem schnellen Einwurf noch zwei Schritte zu laufen und den Ball aus der eigenen Hälfte auf den gegnerischen Korb zu werfen.

Zur Verblüffung aller fand das Spielgerät übers Brett den Weg durchs Netz, sodass die vierte Verlängerung für die Entscheidung sorgen musste.

"Ich muss einen Wurf loslassen", beschrieb Adams im Anschluss seine Gedanken vor dem Wunder: "Wenn er reingeht, wäre es großartig, wenn wir verlieren, geben wir uns zumindest nach großem Kampf geschlagen."

Wurf war wohl zu spät

Die Huskies (22-10) treffen nun im Halbfinale auf die topgesetzten Temple Owls (Das Finale der AAC am Sonntag ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US). Auch Cincinnati hat trotz der Niederlage gute Chancen auf die Teilnahme am NCAA-Turnier. Am Sonntag wird das berühmte "Bracket", also der Turnierspielplan, vom Auswahl-Komitee veröffentlicht.

Cincinnatis Coach Mick Cronin wies im Anschluss wohl zu Recht daraufhin, dass Adams' Wurf nicht hätte zählen dürfen. "In 0,8 Sekunden kannst du nicht den Ball fangen, zwei Schritte machen und werfen", kritisierte Cronin: "Die Uhr lief nicht rechtzeitig."

Adams, der eine Karrierebestleistung von 22 Punkten erzielte, war nicht nur wegen dieser Aktion der gefeierte Mann. Mit einem Layup hatte er sein Team erst in die dritte Overtime gebracht. In der entscheidenden Extrazeit ließ er acht Punkte folgen.

"Das war das beste und das längste Spiel", meinte Adams.

Pöltl siegt dramatisch

Doch die Partie zwischen Connecticut und Cincinnati war nicht die einzige, die am Freitag für Aufsehen sorgte. So schoss Kameron Chatman Michigan mit einem Dreier in letzter Sekunde zum Sieg über Indiana.

Und auch im Spiel zwischen Oklahoma und West Virginia gab es einen Treffer von der Mittellinie zu sehen. Die Sooners lagen 1,8 Sekunden vor Schluss mit 67:69 hinten. Buddy Hield wurde angepasst, lief bis zur Mitte des Feldes und traf den Verzweiflungswurf mit der Sirene zum vermeintlichen Sieg.

Doch die Schiedsrichter erkannten, dass der Wurf zu spät kam.

Für die Utah Utes um den Österreicher Jakob Pöltl wurde Lorenzo Bonam zum Helden. Der Guard sprintete in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit über das ganze Feld und verwandelte einen Korbleger zum Ausgleich. Nach Verlängerung setzte sich Utah mit 82:78 durch.

Pöltl war mit 29 Punkten und elf Rebounds einmal mehr überragender Mann auf dem Platz.

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