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Los Angeles - Die St. Browns sind eine außergewöhnliche Football-Familie. SPORT1 erhält einen Einblick in das Leben von John, Miriam und den hochtalentierten Söhnen Equanimeous, Osiris und Amon-Ra.

"Es dreht sich alles um Football, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche", sagt Miriam Brown mit einem Lächeln beim Besuch von SPORT1.

Die St. Browns sind eine Football-Familie von vielen in den USA, aber dennoch alles andere als eine gewöhnliche. Das wird schnell nach Betreten des neuen Heims in Brea, einem Vorort von Los Angeles, klar.

Die Einzigartigkeit übersteigt dabei bei weitem die ungewöhnlichen Namen der ultratalentierten Receiver-Söhne Equanimeous, Osiris und Amon-Ra St. Brown.

Der Vater und ehemalige Mr. Universum John Brown bereitete die Jungs von Kindesbeinen an auf eine Football-Karriere vor, während die deutsche Mutter darauf achtet, dass sie sich auch abseits des Feldes weiterentwickeln.

Ein St. Brown ist schon ein College-Star

Equanimeous oder "EQ" ist schon einen Schritt weiter als seine Brüder. In seinem zweiten Jahr im College Football hat er an der renommierten Notre Dame University den Sprung zum Star mit spektakulären Touchdowns wie gegen Texas bereits geschafft (College Football LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Er wird bereits als möglicher NFL-Erstrundendraftpick für 2018 gehandelt, die jüngeren Osiris und Amon-Ra spielen dagegen noch an der High School.

Schon das Trainingsgelände ihrer Mater Dei Monarchs zeigt aber mehr als deutlich, dass hier alles andere als in Deutschland üblicher Schulsport betrieben wird.

FC Bayern des High-School-Football

Die Talentschmiede, die unter anderem die Quarterbacks Matt Leinart und Matt Barkley zu College-Superstars und NFL-Profis formte, verfügt über einen gigantischen Gebäudekomplex und diverse hochklassige Plätze mit Kunstrasen im Wert von rund einer Million Dollar.

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Die intensiven Einheiten der Trainerlegende Bruce Rollinson (seit 28 Jahren Head Coach) legt Profimaßstäbe an, zu den großen Spielen kommen unfassbare 10.000 Zuschauer. Mater Dei ist so etwas wie der FC Bayern des High-School-Footballs in Kalifornien.

Immer mit dabei ist John Brown, dem nicht das kleinste Detail entgeht: "Ich sehe immer genau, wie sie drauf sind, ob sie fit, etwas kränklich, dehydriert oder nicht hundertprozentig fokussiert sind. Dann muss ich eingreifen."

John Brown hat hohe Ziele für seine Söhne

Dazu gehören strenge Vorgaben des einstigen Weltklasse-Bodybuilders aus der Rap-Hochburg Compton. Wie er selbst haben seine Söhne nie einen Tropfen Alkohol getrunken.

Er achtet sehr genau auf ihre Ernährung und hat sogar das eigene Proteinmittel "Cane" für sie entwickelt, das er über seine Website nun auch vertreibt.

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"Mein Ziel ist ganz klar: Ich will sie zu den bekanntesten Geschwistern der Sportwelt machen. Ob das klappt, werden wir sehen", erklärt Brown in seiner selbstbewussten Art.

Amon-Ra wird von allen gejagt

Die St. Browns sollen eine Marke werden, daher auch die Wahl der außergewöhnlichen Namen. Während EQ und Osiris - geht 2017 nach Stanford - abseits des Footballfeldes eher ruhigere Vertreter sind, zeigt Amon-Ra den größten Ehrgeiz und ein unglaubliches Feuer.

Mit seinen zwei Touchdowns im Playoff-Halbfinale ebnete er Mater Dei nicht nur den Weg ins Finale im Baseball-Stadion der L.A. Angels (das unglücklich verloren ging), sondern fing in der Saison auch herausragende 20 Touchdowns (Osiris hatte 19) - inklusive eines amtlichen Swags.

"Ich will in die NFL und das möglichst schon nach drei Jahren am College", betont der junge Modellathlet, dessen Lieblingsspieler in der NFL Superstar Julio Jones von den Atlanta Falcons ist. Sämtliche Top-Colleges haben ihm für 2018 bereits Angebote gemacht, darunter Alabama.

Mit Mutter Miriam wird nur deutsch gesprochen

Natürlich verlangt ihnen der Sport und nicht zuletzt der Vater viel ab, trotz allem herrscht in der Familie ein sehr herzlicher, offener und großzügiger Umgang. Das Wohl der Söhne steht immer an erster Stelle.

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Dazu gehört auch die Stärkung der Persönlichkeit. Zusammen mit John besuchen Osiris und Amon Kinder aus weniger gut gestellten Gegenden beim Football-Training. Eine große Sache für Kids, deren möglicherweise einziger Weg aus der Armut Football ist.

Den St. Browns stehen dagegen sämtliche Türen offen, selbst wenn es mit der risikobehafteten Profikarriere nicht klappen sollte. Alle drei sprechen drei Sprachen fließend - mit Mutter Miriam wird nur Deutsch gesprochen - und sind sehr intelligent. Osiris ist sehr musikbegeistert und hat sich auf einem Keyboard selbst das Spielen beigebracht.

Auf dem Feld ist dann aber Schluss mit lustig, da legt er sich auch mal mit einem Gegenspieler an: "Du darfst beim Football nicht immer nett sein."

Bei den St. Browns ist immer etwas los

Da die Tage der Jungs mit Schule und Football meist von kurz nach sechs Uhr morgens bis abends nach 19 Uhr andauern, bleibt während der Saison nur wenig Zeit für Family-Time.

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Entsprechend aktiv sind die Eltern im schulischen Leben. Beispielsweise wird an Thanksgiving während des Trainings auf dem Schulparkplatz ein Frühstück geschmissen und bei Bloody Mary's über Football und die Zukunft der Jungs gefachsimpelt.

Im Hause St. Brown kommt nicht zuletzt dank Johns einzigartiger Persönlichkeit nie Langeweile auf. Läuft alles wie geplant, werden deutsche Football-Fans schon bald viel Spaß an diesen Jungs haben.

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