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World Series - Chicago Cubs v Cleveland Indians - Game Seven
Die Chicago Cubs haben die World Series gewonnen © Getty Images

Cleveland - Die Chicago Cubs sind nicht mehr die Profimannschaft in Nordamerika mit der längsten Durststrecke. Die Cubs bezwingen in einem dramatischen siebten Spiel die Indians.

Der Fluch ist bezwungen: Die Chicago Cubs habe ihre 108-jährige Durststrecke beendet und die World Series gewonnen.

Die Cubs setzten sich im entscheidenden siebten Spiel der MLB-Finals gegen die Cleveland Indians mit 8:7 nach Extra Innings durch.

Das Spiel hätte kaum dramatischer sein können. Neben einem Extra Inning war das Spiel zwischen dem neunten und zehnten Inning wegen Regens auch noch für 17 Minuten unterbrochen worden. (SERVICE: SPORT1 erklärt Baseball)

Zobrist MVP - Obama gratuliert

Dazu lagen die Cubs im achten Inning bereits mit 6:3 vorne, doch die Indians - unterstützt von Hollywood-Star Charlie Sheen - schafften den Ausgleich gegen Chicagos Closer Aroldis Chapman. Der Kubaner ist für seine schnellen Pitches über 100 Meilen pro Stunde bekannt.

Doch im zehnten Durchgang hatten die Cubs das bessere Ende für sich. Ben Zobrist und Miguel Montero schlugen die entscheidenden Runs (RBI). Zobrist wurde im Anschluss auch zum MVP der Serie gewählt. Hollywood-Legende und Cubs-Superfan Bill Murray feierte mit dem Team. US-Präsident Barack Obama gratulierte via Twitter.

Indians müssen weiter warten

Letztlich hatte sich die größere Schlagstärke der Cubs durchgesetzt. Während Cleveland durch Rajai Davis nur ein Home Run gelang, schafften die Cubs dank Dexter Fowler (2), Javier Baez und David Ross gleich vier.

Die Cubs, die damit zum ersten Mal seit 1908 wieder triumphieren, sind damit nicht mehr das Team im amerikanischen Profi-Sport mit der längsten Durststrecke, das jemals zuvor einen Titel gewonnen hatte. Das sind nun die Arizona Cardinals aus der NFL (69 Jahre), die damals noch in Chicago beheimatet waren.

Die Indians müssen weiter auf ihren ersten MLB-Titel seit 1948 warten.

Umso bitterer ist dies, da Cleveland in der Serie bereits mit 3:1 in Führung gelegen und damit gleich drei Matchbälle hatte. Es ist überhaupt erst das sechste Mal in der langen MLB-Geschichte, dass ein Team einen 3:1-Vorsprung im Finale noch verspielt hat.

Letztmals gelang es den Kansas City Royals 1985, nach einem 1:3-Rückstand die Serie noch zu gewinnen. Zuletzt reichte ein solcher Vorsprung zehnmal nacheinander.

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