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Danny Ferry hat die Unterstützung der NBA im Rassismus-Skandal. © Getty Images

General Manager Danny Ferry von den Atlanta Hawks aus der NBA kommt nach seiner rassistischen Entgleisung offenbar mit einer Strafe durch den Klub davon.

Ligaboss Adam Silver sagte am Rande der WM in Spanien, dass der Vorgesetzte des deutschen Nationalspielers Dennis Schröder (20) wegen seiner Kommentare nicht entlassen werden sollte.

Man müsse die Sache "im Kontext" betrachten.

Ferry hatte während einer Telefon-Konferenz über mögliche Verstärkungen aus einem Scouting-Bericht zitiert. Darin ging es um den im Sudan geborenen Briten Luol Deng.

"In ihm steckt ein kleiner Afrikaner. Nicht im schlechten Sinne, aber er ist wie der Typ, der vorn einen schönen Laden betreibt, aber im Hinterzimmer gefälschte Ware verkauft", so Ferry: "Er ist ein Betrüger und Lügner mit zwei Gesichtern."

Hawks-Geschäftsführer Steve Koonin hatte Ferry danach bestraft. In welcher Weise, ist nicht bekannt.

"Grundsätzlich ist es Aufgabe des Klubs, disziplinarische Maßnahmen gegen seine Mitarbeiter auszusprechen", sagte NBA-Commissioner Silver "USA Today".

Die Kommentare seien "unangemessen und inakzeptabel".

Man müsse aber berücksichtigen, dass der Manager nur einen Text vorgelesen habe. In der Gesamtsicht rechtfertige das Verhalten keine Entlassung.

Die NBA hatte zuletzt Teambesitzer Donald Sterling nach dessen rassistischen Aussagen dazu gedrängt, die Los Angeles Clippers zu verkaufen.

Nun beschäftigt die Liga das Thema schon wieder. Atlanta steht dabei im Mittelpunkt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Bruce Levenson angekündigt, dass er sich freiwillig als Haupteigentümer der Hawks zurückzieht.

Grund für den Schritt war eine rassistische E-Mail, die der Mehrheitseigner vor zwei Jahren an die übrigen Besitzer und Ferry geschickt hatte.

Levenson hatte die NBA zuletzt selbst darüber informiert und zum Ausdruck gebracht, dass er sich für sein Handeln schäme.

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