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Dirk Nowitzki ist neuntbester Scorer der NBA-Geschichte

Von Martin Jahns

München/Dallas - Dem höchsten NBA-Erfolg der Franchise-Geschichte ließen die Dallas Mavericks ihren korbreichsten Sieg der Saison folgen.

Das 131:117 (63:44) gegen die Minnesota Timbervolves bedeutete den siebten Mavs-Sieg in zehn Spielen und damit Rang fünf in der Western Conference (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Coach Rick Carlisle, der erst nach zehn Saisonspielen ein erstes Zwischenfazit zum umformierten Mavs-Kader ziehen wollte, war zufrieden: "Wir machen kontinuierlich Fortschritte."

Wie schon beim Kantersieg gegen die 76ers überzeugte Dallas' Offensive mit schnörkellosen Angriffen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Ellis knackt die 30 Punkte

"Das ist unser Spiel. So sollten wir die ganze Saison spielen. Wir sollten nicht viele Spielzüge starten. Einfach rausgehen, rennen, flüssig spielen, passen und den freien Mann finden", beschrieb Monta Ellis, mit 30 Punkten einmal mehr bester Werfer der Mavericks, das Angriffsspiel der Texaner (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Die Stimmung war nach dem dritten Heimsieg in fünf Tagen rosig. Dabei begann die Heimserie mit einer Pleite gegen Miami vor einer Woche ernüchternd.

Nowitzki zufrieden

"Das war ein harter Anfang, aber wir haben unsere Sache danach gut gemacht und haben zu Hause nichts anbrennen lassen", sagte Nowitzki, der in 23 Minuten auf 15 Punkte, 3 Rebounds und einen Assist kam und damit zweitbester Scorer seines Teams war.

Das komplette Schlussviertel wurde der Deutsche wie schon gegen Philadelphia auf der Bank geschont. Da war die Partie ohnehin schon gelaufen: Im zweiten Viertel zogen die Hausherren von sechs auf 21 Punkte davon. Wenig später betrug der Vorsprung sogar 26 Zähler.

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Wie im Meisterjahr

Dabei überzeugte Dallas vor allem durch Variantenreichtum im Angriff: Gleich acht Spieler trafen zweistellig. Das gab es zuletzt in der Meistersaison 2010/2011.

Tyson Chandler gelang mit 12 Punkten und 16 Rebounds sein viertes Double-Double in fünf Spielen. "Ich glaube, heute waren wir von Anfang an auf Attacke aus", erklärte der Center das Korbfestival.

Carlisle hadert mit Schlendrian

Zudem war die Abwehr vor allem in der ersten Hälfte auf der Höhe: In Sachen Rebounds waren die Gäste noch gleichwertig (40:41), mit 5 Steals und 10 Blocks kauften die Mavericks den Timberwolves jedoch den Schneid ab. 17 Turnovers fabrizierten die Gäste, Dallas nur deren 7.

Dennoch lief längst nicht alles perfekt: "Wir können nicht 73 Punkte in der zweiten Hälfte zulassen", ärgerte sich Carlisle über den Schlendrian nach der Pause: "Aber hey, es ist dennoch ein guter Sieg. Den nehmen wir mit und schauen nach vorne."

Mavs zweimal auswärts

Bei den Gästen, die auf den verletzten Point Guard Ricky Rubio verzichten mussten, ragte Shooting Guard Kevin Martin mit 34 Punkten heraus.

Nach der 91:139-Demontage bei den New Orleans Pelicans war Minnesotas Trainer Flip Saunders immerhin mit der Moral seines Teams gegen Dallas zufrieden: "Wir lagen hinten. Wir hätten nach dem, was die Nacht davor passiert ist, überrollt werden können. Aber unsere Jungs haben gekämpft."

Für die Mavericks geht es am Montag mit einem Auswärtsspiel bei den Charlotte Hornets weiter. Am Mittwoch warten die Washington Wizards.

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