München und Chicago - In Chicago ist Dallas nach doppelter Verlängerung dank Monta Ellis siegreich. Dirk Nowitzki sieht eine kuriose Szene.

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Monta Ellis warf und warf.

Zugegeben: Seine Quote war in diesem Spiel nicht die beste, und an anderen Tagen hätte Coach Rick Carlisle sich vielleicht geärgert. Aber immer wenn es darauf ankam, fiel der Ball doch irgendwie in den Korb.

So war Ellis der Matchwinner für die Dallas Mavericks in einem Marathonmatch.

Mit 132:129 siegten die Dallas Mavericks in der Nacht auf Mittwoch bei den Chicago Bulls - und gingen dafür gleich zwei Mal in die Verlängerung, ehe das Spiel entschieden war.

Ellis hatte am Ende 38 Punkte bei 35 Wurfversuchen auf dem Konto. "Seine Wurfzahlen waren etwas ungewöhnlich, aber im entscheidenden Moment, hat er groß aufgespielt", lobte Carlisle.

Dirk Nowitzki zeigte eine gute Leistung quer durch die Statistik, erzielte 22 Punkte, zehn Assists und sieben Rebounds. Gerade die zweistellige Zahl an Vorlagen leifert der Deutsche nicht jeden Tag.

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Kuriose Szene vor Schluss

Die Anerkennung bekam an diesem Tag aber in erster Linie Ellis und eine Szene kurz vor Schluss, die Dirk Nowitzki als eine der kuriosesten in seiner Karriere bezeichnete.

Vier Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit lag Dallas schon mit drei Punkten und 105:108 zurück und musste den Ball einmal quer über das Feld tragen, ehe Kirk Hinrich, der sich zunächst dafür entschieden hatte, Ellis nicht zu foulen, doch zulangte.

Das Pech für die Bulls: Ellis hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zum Wurf angesetzt - und bekam deshalb folgerichtig drei (!) Freiwürfe zugesprochen.

Nowitzki: "Eines der dümmsten Fouls"

"Das war definitiv eines der dümmsten Fouls, das ich in den 17 Jahren meiner Karriere gesehen habe", fand Nowitzki klare Worte. "Du wartest so lange bis er an der Dreierlinie angekommen ist und langst dann zu - das ist hart, ein krasser Fehler. Ich hab nur gesehen, wie ihr Trainer den Kopf geschüttelt hat."

Nowitzki und sein Team profitierten davon. Ellis zeigte keinerlei Nerven und verwandelte alle drei Freiwürfe, wofür er vom Trainer ein Extralob erhielt.

"Dort zu stehen und alle drei Freiwürfe in dieser Situation zu verwandeln, ist nicht leicht", meinte Carlisle: "Er ist cool geblieben, hat seine Erfahrung ausgespielt und an sich geglaubt."  (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")

Ellis zeigt Nervenstärke

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Nur dank Ellis' Nervenstärke erreichten die Mavericks überhaupt die Verlängerung. Dort konnten sich die Gäste dann selbst absetzen, aber diesmal sorgte Derrick Rose mit einem Dreipunktewurf auf die Schlusssirene für den Ausgleich.

Also wieder Verlängerung, die zweite. Auch die endgültige Entschiedung fiel erst in den Schlusssekunden. Erst verwandelte Ellis einen Dreier, dann war Chandler Parson zwei Mal von der Freiwurflinie erfolgreich, womit Dallas vor dem letzten Spielzug erneut drei Punkte in Front lag.

Diesmal verfehlte Rose seinen Distanzwurf. 

Chicago dominiert die Zone

Bester Schütze bei den Bulls war Pau Gasol mit 29 Punkten. Er holte dazu 14 Rebounds und untermauerte die Dominanz der Gastgeber in der Zone. Chicago erzielte 50 Punkte aus der Nahdistanz und holte insgesamt acht Bälle mehr vom Brett als die Mavericks.

Dallas war dafür bei den Dreipunktewürfen (50 zu 30 Prozent) und den wenig erlaubten Ballverlusten (14 zu 18) überlegen.

Dallas baut seine starke Auswärtsserie auf sieben Siege bei nur drei Niederlagen aus und steht insgesamt mit einer 14:5-Bilanz auf Rang sechs der Western Conference, wo die Konkurrenz in dieser Saison wieder enorm ist. Zum Vergleich: Chicago liegt mit 11 Siegen und sieben Niederlagen im Osten auf Rang vier.

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