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Stephen Curry und Klay Thompson sind mit den Golden State Warriors im Aufwind
Stephen Curry, Klay Thompson, Golden State Warriors, NBA, Splash Brothers © getty

München - Die Warriors pflügen durch die NBA. Sportlich läuft es mit zuletzt 13 Siegen in Serie rund, nur der Besitzer macht Ärger.

Der NBA-Rookie des Jahres sitzt in diesem Jahr auf der Trainerbank.

Bei den Golden State Warriors scheint dem vorherigen TV-Kommentator Steve Kerr in seiner ersten Saison als Trainer alles zu gelingen: Mit 18:2 Siegen haben die Warriors die beste Bilanz der NBA.

Die aktuelle Serie von 13 gewonnenen Spielen am Stück ist neuer Franchise-Rekord. Und ein Ende ist nicht in Sicht (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Beverley fürchtet Curry

Denn die Kalifornier, die schon in der vergangenen Saison einen klaren Aufwärtstrend zeigten, dann aber in der ersten Playoff-Runde die Segel strichen, sind vielleicht so stark wie noch nie seit die Franchise 1971 nach Oakland gezogen ist. Mit Kerr läuft die Maschine wie geschmiert. Doch der neue Coach ist nicht der einzige Garant für den historischen Lauf.

Vor dem Topduell mit den Houston Rockets (4.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM), die mit nur vier Niederlagen als Vierter im Westen ebenfalls stark in die Saison gestartet sind, sorgt sich Rockets-Guard Patrick Beverley vor dem Aufeinandertreffen mit Stephen Curry.

"Er spielt eine phänomenale Saison und kann eine Menge. Ich muss aufpassen, dass ich in der Nacht vor dem Spiel genug Schlaf bekomme", warnte Beverley.

(Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Curry und Thompson als Monster-Backcourt

Der Respekt ist nicht unbegründet. Curry warf bislang aus dem Feld so gut wie seit drei Jahren nicht mehr. Nie waren sein Verhältnis von Assists und Turnovers sowie seine Scoring Efficiency höher als jetzt. Zudem blieb Curry von Blessuren verschont.

Shooting Guard Klay Thompson komplettiert mit den besten Statistiken seiner Karriere die "Splash Brothers" - einen der gefährlichsten Backcourts der NBA.

Durch Green flexibel

Und selbst wenn beide wie in den letzten zwei Partien schwächeln, können die Warriors das kompensieren. So etwa zuletzt mit Draymond Green, der als Distanzschütze in die Bresche sprang.

"Wenn dein Power Forward dermaßen Pick-and-Pop spielen kann, gibt uns das eine neue Dimension im Spiel", lobte Kerr sein bulligen Flügelspieler, der seinen persönlichen Punkterekord in der vergangenen Woche auf 31 hochschraubte.

Die Warriors unter Kerr haben das Gleichgewicht aus starker Physis und Team-Basketball gefunden: Im Schnitt 26 Assists pro Spiel sind NBA-Bestwert, gleichzeitig sind mit 45,9 Rebounds pro Partie nur zwei Teams unter dem Korb dominanter.

Besitzer tritt gegen Ex-Coach nach

Alles blendend also - hätte nicht Besitzer Joe Lacob unnötigerweise einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Der trat zuletzt gegen Kerr-Vorgänger Mark Jackson nach.

"Er hat einen tollen Job gemacht, aber du kannst nicht 200 Leute in der Organisation haben, die dich nicht leiden können", kritisierte Lacob Jacksons soziale Fähigkeiten.

Für Curry ein Konflikt zur Unzeit: "Diese Ablenkung vom sportlichen Erfolg ist unglücklich. Wir spielen stark, und man kann vielleicht kleinkariert nach Unterschieden zwischen letzter und dieser Saison suchen, aber letztlich sind beides großartige Trainer", beschwichtigte der Guard.

Curry will Anerkennung

Lacob entschuldigte sich inzwischen für seine Aussagen. Einen Gefallen hat er seinem Team mit dem unnötigen Wirbel dennoch nicht getan.

Gegen James Hardens Rockets könnten die Warriors mit dem 14. Sieg in Folge wieder das Sportliche ins Rampenlicht rücken. Curry gibt die Marschrichtung vor: "Die Serie ist was sie ist, aber wichtiger ist uns, dass die Leute merken, dass wir guten Basketball spielen."

 

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