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Dennis Schröder
Dennis Schröder spielt seit 2013 für die Atlanta Hawks © Getty Images

Nationalspieler Dennis Schröder will bei den Hawks eine größere Rolle, sonst müsse man "andere Möglichkeiten suchen." Der Point Guard hofft auf seine Chance.

Es sind Aussagen, die das Potenzial für einigen Wirbel haben.

Nationalspieler Dennis Schröder will in der neuen NBA-Saison eine größere Rolle bei den Atlanta Hawks spielen - und droht im gegenteiligen Fall mit Abschied.

"Mein Ziel ist der Starting Spot", stellt er in der Sport Bild klar: "Wenn es nächste Saison nicht vorwärts geht, muss man mit den Leuten reden und andere Möglichkeiten suchen."

"Viele Leute sagen..."

In der abgelaufenen Saison legte Schröder als Backup-Point-Guard in knapp 20 Minuten 10,0 Punkte und 4,1 Assists auf. Nach einer statistisch starken Vorstellung bei der EM-Vorrunde in Berlin drängt er auf eine größere Rolle: "Viele Leute sagen, dass ich jetzt auch ein Point Guard für die Startformation in der NBA bin."

Der Deutsche ist zunächst bis zum Sommer an die Hawks gebunden, der Playoff-Halbfinalist hatte im Vorjahr seine Option auf eine Vertragsverlängerung gezogen. Auch für die Saison 2016/17 besitzt der Klub ein solches Recht.

Zumindest für die Zukunft stellt Schröder nun aber eine mögliche Trade-Forderung in den Raum - auch wenn er sie etwas abfedert: "Atlanta ist ein sehr guter Klub, die Stadt ist sehr schön, eigentlich passt alles."

Auch Jeff Teague, seinen Konkurrenten lobt er. "Er war All-Star und hat mir viel geholfen. Ich habe mir viel bei ihm abgeguckt", sagte Schröder: "Ich muss Geduld beweisen und werde hart arbeiten. Irgendwann ergibt sich die Chance."

Kontroversen schon nach der EM

Mit dem offenen Sinnieren über einen Abschied riskiert der 22-Jährige trotzdem Ärger - schon nach der Heim-EM hatte es Kontroversen um den Youngster gegeben.

Marko Pesic, Sportchef des FC Bayern warf ihm Ich-Bezogenheit vor und riet: "Wenn ich Schröder wäre, würde ich alle Berater um deutlich mehr Abstand zu mir bitten und Dirk fragen, ob ich von ihm lernen darf."

Schröders Berater Ademola Okulaja konterte bei SPORT1: "Dennis und Dirk haben schon mehr geredet, als Marko und Dirk jemals gesprochen haben." Zudem befand der Ex-Nationalspieler: "Die aufgeworfene Frage, ob Dennis die Zukunft des deutschen Basketballs ist, bringt mich zum Schmunzeln, denn natürlich ist er die Zukunft."

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