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München - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks kassieren gegen OKC erneut eine Klatsche und geraten in Rückstand. Dirk Nowitzki wird böse abgeräumt, kann aber darüber lachen.

Die Dallas Mavericks sind in der Playoffserie gegen die Oklahoma City Thunder wieder in Rückstand geraten.

Die Texaner verloren Spiel drei vor heimischem Publikum deutlich mit 102:131 (48:58), in der best-of-seven-Serie steht es nun 1:2 aus Sicht der Mavericks.

Drei Tage nach dem überraschenden Coup in Oklahoma City konnten die Mavericks vor allem defensiv nicht an ihre Leistung anknüpfen. Kevin Durant, der beim 85:86 in OKC noch 26 Würfe verfehlt hatte, rehabilitierte sich mit 34 Zählern und traf dabei immerhin elf von 25 Versuchen.

"Wenn ich gut spiele, veranstalte ich für mich keine Party", meinte Durant: "Wenn ich schrecklich spiele, gehe ich nicht raus und ändere alles."

Russell Westbrook überragte mit 26 Punkten und 15 Rebounds. Während Durant die erste Hälfte dominierte (20 Zähler vor der Pause), übernahm Westbrook (20 Zähler) nach dem Seitenwechsel.

Westbrook blockt Nowitzki

Auf Seiten der Mavericks war Wesley Matthews mit 22 Zählern bester Werfer, auch Nowitzki (16 Punkte, sechs Rebounds, fünf Assists) wehrte sich gegen die Niederlage. Im Vorfeld war sein Einsatz wegen einer Knieverletzung fraglich.

"Es wird schwer für uns, ein Spiel zu gewinnen, wenn sie 131 Punkte machen. Ich glaube nicht, dass wir 131 machen können mit unserem derzeitigen verletzungsgeplagten Team", sagte der deutsche Superstar, der in der ewigen Scorerliste der Playoffs an Wilt Chamberlain (3607 Punkte) vorbeizog und nun auf Rang 16 liegt.

Der Playoff-Baum in der Übersicht
Der Playoff-Baum in der Übersicht © SPORT1

Nowitzki landete beim Spiel auch auf der falschen Seite eines Highlights. Der 37-Jährige wurde bei einem Dunk-Versuch im Fastbreak böse vom 22 Zentimeter kleineren Westbrook geblockt, anschließend vollendete Enes Kanter den Thunder-Angriff mit einem Dunking.

"Es hat sich so angefühlt, als wäre mein Knie eingeknickt. Deswegen war ich irgendwie froh, dass er rangekommen ist, weil ich wahrscheinlich am Ring hängengeblieben wäre", meinte Nowitzki bei USA Today lachend: "Ein verdammt gutes Play von ihm. Er kam aus dem Nichts."

Neben Kanter (21/8) schmerzte den Mavs auch Dion Waiters von der Bank. Der Shooting Guard traf vier Dreier und kam auf 19 Zähler. Während die Thunder 55,6 Prozent aus der Distanz trafen, kamen die Texaner nur auf lausige 26 Prozent.

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Nowitzki streitet sich

Dallas konnte zwar erneut auf Nowitzki und J.J. Barea und erstmals in den Playoffs auch auf David Lee zurückgreifen, musste aber auf Deron Williams verzichten.

Nachdem vor Spiel zwei die Mavs-Akteure Justin Anderson und Charlie Villanueva das Tanz-Ritual von Westbrook und Cameron Payne gestört hatten - das Video wurde in den sozialen Medien zum Renner - lieferten sich die Teams dieses Mal einige Scharmützel auf dem Feld.

Guard Raymond Felton (18 Punkte) geriet mit Steven Adams aneinander, Nowitzki lieferte sich ein Wortgefecht mit Andre Roberson, nachdem dieser ihn umgerannt hatte.

Bereits in der ersten Partie hatte Dallas beim 70:108 eine Abreibung kassiert. Am Samstag findet Spiel vier erneut in Dallas statt.

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