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München - Die Atlanta Hawks gewinnen Spiel sechs in Boston und ziehen in die nächste Runde ein. Dennis Schröder spielt stark, doch das Theater mit Isaiah Thomas geht in die nächste Runde.

Dennis Schröder und die Atlanta Hawks sind in den NBA-Playoffs in die zweite Runde eingezogen.

Atlanta gewann Spiel sechs bei den Boston Celtics 104:92 (41:33) und entschied die Serie mit 4:2 für sich. Im Conference Halbfinale warten nun die topgesetzten Cleveland Cavaliers.

Schröder ließ sich von den erneuten Buhrufen der Celtics-Fans nicht stören und zeigte mit zwölf Punkten und acht Assists eine starke Leistung. Dabei verwandelte der deutsche Nationalspieler fünf seiner zehn Wurfversuche, wurde allerdings Ende des ersten Viertels beim Korblegerversuch von Jonas Jerebko böse abgeräumt.

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Theater geht weiter

Nach Spielende ging zudem die Fehde zwischen Schröder und Isaiah Thomas in die nächste Runde (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Als Thomas wenige Sekunden vor dem Ende ausgewechselt wurde, rief er von Bostons Bank aus noch einige Worte Richtung Schröder. Thomas, der angeblich "Wir treffen dich hinten" sagte, wollte sich von Schröder offenbar noch einmal persönlich verabschieden.

Dieser nahm das nicht einfach hin und diskutierte auch noch mit Schiedsrichter Scott Foster. Seine Teamkollegen hielten ihn anschließend zurück und schickten ihn in die Kabine, um eventuelle unschöne Szenen bei der Verabschiedung zu verhindern.

Schröder hatte sich während der Serie zum Bad Boy entwickelt und sich den Zorn der Boston-Fans zugezogen. In Spiel drei hatte Schröder einen Schlag von Thomas kassiert, im nächsten Duell wurde er in Boston gnadenlos ausgebuht und verhöhnt. In Spiel fünf folgte die Retourkutsche, mit einer überflüssigen Einlage rieb Schröder seinem Rivalen die 30-Punkte-Führung der Hawks unter die Nase.

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Drittes Viertel entscheidet Partie

Thomas führte die Celtics in Spiel sechs mit 25 Punkten und zehn Assists an, traf allerdings nur neun von 24 Wurfversuchen.

"Wir haben sie zermürbt", sagte Atlantas Jeff Teague: "Wir haben versucht, dass unsere andere Leute als Thomas schlagen. Er ist eine Ein-Mann-Abrisstruppe. Sie haben andere gute Spieler, aber jeder wird von ihm gefüttert."

Die Hawks glänzten mit sechs Akteuren, die zweistellig punkten konnten, einmal mehr als Team. Paul Millsap war mit 17 Punkten und acht Rebounds bester Mann.

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Den Grundstein zum Sieg legten die Hawks im dritten Viertel, das sie mit 39:26 für sich entscheiden konnten.

"Es tut mir zwar weh, das zu sagen: Aber wir müssen den Hawks einfach Respekt zollen. Sie waren über sechs Spiele das bessere Team", meinte Bostons Trainer Brad Stevens.

Atlanta triumphierte damit nach zuvor neun Playoff-Pleiten erstmals seit dem Finalsieg 1958 wieder gegen die Celtics. Zuletzt waren die Hawks 2008 und 2012 in den Erstrunden-Duellen mit Boston ausgeschieden.

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