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LeBron James und Co. haderten bei der Niederlage gegen die Raptors auch mit dem Schiedsrichter
LeBron James und Co. haderten bei der Niederlage gegen die Raptors auch mit dem Schiedsrichter © Getty Images

Cleveland kassiert die erste Playoff-Niederlage. James wird von den anderen Cavs-Stars im Stich gelassen. Bei den Raptors knackt ein Spieler einen Rekord.

Vizemeister Cleveland Cavaliers und Superstar LeBron James sind auf dem Weg ins Finale der NBA erstmals gestolpert.

Die Cavs verloren das dritte Halbfinal-Spiel bei den Toronto Raptors mit 84:99 (Alle Spiele der NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US).

"Wir haben nicht unser Spiel gespielt, und Toronto hat uns dafür bezahlen lassen", sagte James, der mit 24 Punkten bester Cavalier war.

Cavs verpassen Playoff-Startrekord

Für die Cavs war es die erste Niederlage nach 10 Playoff-Siegen. Damit verpasste Cleveland knapp den Playoff-Startrekord der Los Angeles Lakers aus den Jahren 1989 und 2001 mit elf Siegen.

Die Cavaliers blieben zudem zum ersten Mal in den Playoffs in dieser Saison unter 100 Punkten.

Kleiner Trost für James: Mit seinen fünf Assists in Spiel drei überholt er in dieser Kategorie Jason Kidd und schiebt sich auf Rang drei in der ewigen Playoff-Bestenliste.

© SPORT1

James sorgt für kuriose Szene

Eine kuriose Einlage gab es zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit.

Nach einem Gerangel traf Mitspieler Tristan Thompson beim Versuch sich loszureißen versehentlich James am Kinn.

Der viermalige MVP zeigte daraufhin einen spektakulären Fall, bei dem er erst mehrere Meter nach hinten stolperte, ehe er auf den Boden landete.

Love und Irving enttäuschen

Wärend James eine ordentliche Leistung zeigte, enttäuschten die anderen beiden Superstars der Cavs.

Besonders Kevin Love, der lediglich drei Punkte erzielte und nur einen seiner neun Versuche aus dem Feld traf, fand überhaupt nicht ins Spiel. Nicht viel besser lief es für Kyrie Irving. Der Point Guard steuerte zwar immerhin 13 Punkte, verfehlte aber 16 seiner 19 Versuche aus dem Feld.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

"Die Jungs werden das nächste Mal wieder besser sein", nahm James seine Teamkollegen in Schutz.

Zu allem Überfluss musste Irving allerdings nach einem Zusammenstoß mit Cory Joseph auch noch das Spiel vorzeitig im vierten Viertel beenden. Sein Einsatz in Spiel vier soll aber nicht gefährdet sein.

Biyombo knackt Franchise-Rekord

Bei Toronto, das nun in der Nacht zum Dienstag in eigener Halle ausgleichen kann, glänzte DeMar DeRozan mit 32 Punkten bei einer Trefferquote von 50 Prozent.

Matchwinner für die Raptors war allerdings Center Bismack Biyombo, der mit 26 Rebounds einen neuen Franchise-Rekord in den Playoffs aufstellte. Mit vier weiteren Blocks war er der hauptverantwortliche Spieler dafür, dass die Cavs dieses Mal lediglich auf 20 Punkte in der Zone kamen.

"So wie er in der Zone arbeitet und einfach weiß, wohin der Ball kommt, erinnert er mich ein bisschen an Rodman", lobt Raptors-Coach Dwane Casey anschließend seinen Schützling.

Raptors vertrauen auf Heimstärke

Die Raptors stellten mit dem Sieg einmal mehr ihre enorme Heimstärke unter Beweis. In den Playoffs war es bereits der siebte Heimsieg in neun Spielen.

"Es ist eine lange Serie. Es ist noch nicht vorbei, aber alle dachten bereits, dass wir kein Spiel gewinnen würden. Ich denke, dies hat uns angetrieben", sagte Raptors-Coach Dwane Casey.

Im zweiten Halbfinal-Duell hatte Meister Golden State Warriors in der Nacht zu Freitag mit einem eindrucksvollen 118:91 zum 1:1 gegen Oklahoma City Thunder ausgeglichen, Spiel drei steigt am Sonntagabend in OKC.

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