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Entsetzt über das Erstrunden-Aus: Hornets-Besitzer Michael Jordan und Center Al Jefferson
Entsetzt über das Erstrunden-Aus: Hornets-Besitzer Michael Jordan und Center Al Jefferson © Getty Images

Miami lässt im entscheidenden Spiel sieben Charlotte keine Chance, die Topverdiener der Hornets stehen neben sich. Heat-Urgestein Dwyane Wade schreibt dagegen Geschichte.

Die Miami Heat haben als siebtes Team das Viertelfinale der NBA-Playoffs erreicht.

Der im Osten an Position drei gesetzte Ex-Meister besiegte im entscheidenden Spiel der Best-of-Seven-Serie die Charlotte Hornets in eigener Halle deutlich mit 106:73.

Das Team von Mitbesitzer Michael Jordan vergab damit nach einer 3:2-Führung auch den zweiten Matchball - weil seine Topverdiener versagten. Kemba Walker, Nicolas Batum und Al Jefferson - 2015/16 jeweils mit einem Gehalt von mindestens zwölf Millionen Dollar entlohnt - trafen nur acht ihrer 32 Würfe.

Walker, etatmäßiger Topscorer Charlottes mit 20,9 Punkten pro Spiel, vergab 13 seiner 16 Versuche aus dem Feld und kam auf lediglich neun Punkte. "Viele hätten gar nicht geglaubt, dass wir es bis hierher schaffen", wandte er ein.

© SPORT1

Hornets müssen weiter warten

Von einem guten Start beflügelt ließen die Heat von Head Coach Erik Spoelstra - er feierte den neunten Sieg seiner Karriere in einem Entscheidungsspiel - dem Außenseiter keine Chance. Dieser wartet inzwischen seit 2002 auf den Gewinn einer Playoff-Serie.

 "Wir haben uns gut gefühlt und gemeinsam mit unseren Fans klar gemacht, wer hier der Herr im Haus ist", sagte Spoelstra.

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Aus der Pause kamen die Heat wie entfesselt und legten mit einem 20:2-Lauf den Grundstein für das Erreichen der nächsten Runde. Im letzten Viertel gaben beide Coaches den Bankspielern viel Spielzeit.

Dragic mit starker Quote

Überragender Mann beim Champion von 2012 und 2013 war Goran Dragic. Der Slowene erzielte 25 Punkte, traf dabei elf seiner 17 Versuche aus dem Feld.

Unter den Körben dominierte Hassan Whiteside (zehn Punkte, zwölf Rebounds, fünf abgeblockte Würfe), der die großen Jungs der Hornets (Jefferson, Cody Zeller und Frank Kaminsky) nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Auch Heat-Superstar Dwyane Wade hatte Grund zur Freude. Der zwölfmalige All-Star schob sich mit seinen zwölf Punkten in der All-Time-Playoff-Scoring-List an Legende Wilt Chamberlain vorbei auf Platz 17.

Gutes Omen für die Heat

Bitter für die Hornets, denen auch der Besuch von Scottie Pippen in Jordans Loge kein Glück brachte: Die 73:106-Klatsche war die fünfthöchste Niederlage in einem siebten Spiel der Playoff-Geschichte.

Topscorer der Hornets war Frank Kaminsky mit lediglich zwölf Punkten.

Miami, das sich auch in seinen bisherigen drei Entscheidungsspielen durchsetzte und in der Folge jeweils Champion wurde, trifft im Halbfinale der Eastern Conference auf den Sieger des Duells zwischen den Toronto Raptors und den Indiana Pacers.

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