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SPORT1-Redakteur Andreas Kloo zieht vor Finals-MVP LeBron James den Hut © SPORT1/Getty Images

LeBron James entscheidet die NBA-Finals im Alleingang und schreibt ein großes Stück Sportgeschichte. Den Titel sichert er den Cavs nicht nur mit sportlichen Leistungen.

Spielzuganalysen, Spielerstatistiken, Taktik-Checks - alles, was man im Normalfall nach NBA-Finals machen würde, kann man nach Spiel 7 zwischen den Cleveland Cavaliers und den Golden State Warriors getrost vergessen.

Es ist unnötig.

Denn auf die Frage, was oder wer die NBA-Finals 2016 entschieden hat, kann es nur eine Antwort geben: LeBron James.

Der Kampf um den begehrten NBA-Titel war schon immer die Bühne für große One-Man-Shows, von Magic Johnson über Michael Jordan bis zu Dirk Nowitzki.

LeBron James hat der diesjährigen Serie aber seinen Stempel aufgedrückt wie schon lange kein Spieler mehr.

Mit welcher Besessenheit er das große Ziel verfolgte, den Titel erstmals in seine Heimat zu holen, gewinnt auch dem neutralen Sportfan großen Respekt ab.

Bezeichnend, mit welcher Vehemenz King James in der letzten Minute gegen die Warriors zum Korb zog und sich danach vor Schmerzen am Boden krümmte.

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Man muss James nicht mögen, die Anzahl seiner Kritiker auf der ganzen Welt ist enorm. Es gibt sogar eine eigene Website "I hate LeBron James.com".

Durch sein arrogantes Auftreten in der Vergangenheit oder durch seine Entscheidung für den einfacheren Weg zum Titel mit seinem Wechsel zu den Miami Heat hat er einiges dafür getan, sich unbeliebt zu machen.

Aber vor seiner Leistung bei den Cavs kann man nur den Hut ziehen.

Sein erklärtes Ziel, den NBA-Titel mit den Cavs, verfolgte er mit größtmöglicher Fokussiertheit.

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Er mischte sich dafür in Spielertransfers ein und überstimmte den Trainer bei der Taktik-Wahl.

Verunsicherte die Gegner in den Finals durch Trash Talk und Psycho-Krieg.

Nicht immer die feine Art, aber letztlich ordnete James alles dem Erfolg unter.

James lieferte damit etwas ab, was man auch als Urantrieb eines Sportlers bezeichnen kann: Ein Ziel setzen, dafür kämpfen, und es erreichen.

Er inspiriert damit Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt. Allein dafür gilt es zu sagen: Danke, LeBron!

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