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München - Der überragende LeBron James führt Cleveland in die entscheidende siebte Partie. Stephen Curry fliegt raus, den Warriors droht ein historischer Einbruch.

Ausgerechnet das Team mit der besten regulären Saison aller Zeiten steht vor einem historischen Einbruch.

Die Golden State Warriors verloren Spiel 6 der NBA-Finals bei den Cleveland Cavaliers wegen einer erneuten Glanzleistung von LeBron James mit 101:115 und mussten nach einer 3:1-Führung den 3:3-Ausgleich in der Best-of-Seven-Serie hinnehmen. Noch nie hat ein Team in den Finals einen solchen Vorsprung noch verspielt.

Das entscheidende siebte Spiel findet in der Nacht auf Montag allerdings in Golden State statt (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

James zeigte mit 41 Punkten, acht Rebounds und elf Assists erneut eine Leistung für die Geschichtsbücher. Kyrie Irving glänzte vor allem in der ersten Halbzeit, als er 20 seiner 23 Punkte erzielte.

© SPORT1

Cavs starten furios

Von Beginn an übernahmen die Cavaliers die Kontrolle. Die Gastgeber erzielten die ersten acht Punkte der Partie und stürmten zu einer 31:11-Führung nach dem ersten Viertel. Die Warriors starteten nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Andrew Bogut mit dem "Death Lineup" mit Rückkehrer Draymond Green auf Center neben Stephen Curry, Klay Thompson, Harrison Barnes und Andre Iguodala.

Die Aufstellung versprühte allerdings wenig Angst und Schrecken. Die elf Zähler waren die wenigsten für die Warriors in dieser Saison.

Die Gäste verkürzten den Rückstand im zweiten Viertel zwischenzeitlich auf acht Punkte, doch mit einem 13:5-Lauf sorgte Cleveland bis zur Pause wieder für klare Verhältnisse.

Zu Beginn der zweite Hälfte sah es nach einer Demontage aus, als sich die Cavs bis auf 24 Zähler absetzten (70:46 nach 26 Minuten). Die Warriors ließen sich aber nicht hängen und waren nach einem 10:0-Run vor dem Schlussviertel beim Stand von 71:80 wieder in Schlagdistanz.

Curry fliegt raus

Näher als sieben Punkte kamen die Warriors aber nicht mehr heran, was besonders an James lag. Der Superstar scorte in der wichtigen Phase 18 Zähler in Folge seines Teams.

"Sie waren uns komplett überlegen", meinte Gäste-Trainer Steve Kerr, der allerdings auch nicht mit der Leistung der Schiedsrichter zufrieden war. 

Eine entscheidende Rolle spielte auch Tristan Thompson. Der Cavs-Center erzielte mit 15 Punkten und 16 Rebounds ein Double-Double.

Bei Golden State versuchte Curry mit allen Mitteln, den Titel wie im Vorjahr in Cleveland klar zu machen. Doch seine 30 Punkte waren ebenso zu wenig wie die 25 Zähler von Klay Thompson. Zu allem Überfluss foulte sich Curry 4:22 Minuten vor Schluss aus, warf aus Frust seinen Mundschutz in die erste Zuschauerreihe und wurde zum ersten Mal in seiner Karriere disqualifiziert.

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