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SPORT1-Chefredakteur Dirc Seemann huldigt NBA-Star Dirk Nowitzki © SPORT1-Grafik

SPORT1-Chefredakteur Dirc Seemann schwärmt vom 30.000-Punkte-Nowitzki - und lobt neben sportlichen Erfolgen auch dessen Engagement abseits des Basketball-Courts.

Wieder so eine Marke. Wieder ein Meilenstein. Wieder ein Dirkules-Moment. Gänsehaut in Dallas, als Dirk Nowitzki seinen 30.000 Punkt in der NBA macht - und die Halle kopf steht.

30.000 Punkte. Ganz ehrlich, ich weiß überhaupt nicht, wie das gehen soll. Wir können wie so oft als Beobachter aus seiner fernen Heimat nur stehend applaudieren - für einen der größten Stars, den der deutsche Sport je hervorgebracht hat.

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Für einen, der in einer der US-Sportarten schon während seiner aktiven Karriere schlichtweg Legenden-Status genießt. Nowitzkis Laufbahn schien in der aktuellen Saison kurzfristig schon vorbei, und erfährt jetzt vielleicht doch noch in den Playoffs eine Fortsetzung.

Mit hoffentlich noch mehr magischen Momenten.

Nowitzki - einfach ein cooler Typ

Neben den Statistiken und den großen Basketball-Tagen, die er uns, insbesondere bei SPORT1 US immer wieder bietet, ist da eben auch dieser unglaublich geerdete Superstar, der Fans nie enttäuscht, der sich gegenüber Journalisten immer freundlich verhält, der Team und Familie nie im Stich lässt.

Der auch Benefiz-Events und soziales Engagement (www.dirk-nowitzki-stiftung.org) glaubhaft präsentiert und lebt. Kurz: Der einfach ein cooler Typ ist.

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Ich hatte selbst meinen Dirk-Moment: Ich habe in meiner journalistischen Laufbahn nie einen Topathleten kennengelernt, der spontan einen so sympathischen Eindruck hinterlässt wie die Nummer 41.

Die Rede ist von einem zufälligen und ein unvergessenen Urlaubserlebnis.

Vor ein paar Jahren auf Kreta hatte ich ein denkwürdiges Tennismatch gegen den ehemaligen unterfränkischen Jugendmeister. Eine unglaubliche Hitzeschlacht mit reichlich Trashtalk, zwei kaputten Schlägern des betrübten Nowitzki-Vaters. Und einem Dirc als Sieger.

Deutscher Botschafter in den USA

Familienmensch Nowitzki war dort mit seiner deutschen Verwandtschaft - easy going und unkompliziert. Ein Urlauber wie wir alle, mit einem Jetski-Ausflug, bei dem er das Hotel auf dem Rückweg nicht findet.

Mit ein paar Sommerdrinks in der Postseason und auch da immer mit Zeit für jeden basketballverrückten Griechen.

Die private Seite eines Dirk, der sicherlich für das deutsch-amerikanische Verständnis und die deutsche Wahrnehmung in den international weitgehend desinteressierten USA der beste Botschafter ist, den wir uns wünschen können.

Ich kenne keinen Sportfan hier bei uns, in der SPORT1-Redaktion, beim Benefizspiel für Michael Schumacher oder sonstwo, dem Dirk Nowitzki nicht sympathisch ist.

Eine derartige Lobeshymne auf einen Sportler macht einen Journalisten üblicherweise verdächtig - selbst dies wird hier nicht der Fall sein.

Dirk! Danke für die 30.000 und die Schläger vom Vati. 

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