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DeMarco Murray wird nach seinem zweiten Touchdown gegen New Orleans gefeiert

München - Dank DeMarco Murray überrollt Dallas die Saints. Kasim Edebali feiert seine ersten NFL-Tackles. Frank Gore bremst die Eagles.

Die Dallas Cowboys haben am 4. Spieltag ein gewaltiges Ausrufezeichen an den Rest der NFC geschickt.

"America's Team" lieferte angeführt von Quarterback Tony Romo eine fantastische Leistung ab und schlug die New Orleans Saints mit 38:17 (24:0).

Romo warf Pässe für 262 Yards und drei Touchdowns, zwei davon auf Terrance Williams. Zum ersten Mal unter Head Coach Jason Garrett konnten die Cowboys drei der ersten vier Partien gewinnen (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich denke, wir sind ein anderes Team als letztes Jahr. Wir haben einfach gespielt und vergessen, dass es die Saints und Drew Brees sind", jubelte Romo.

Murray folgt auf Smiths Spuren

In dieser Form ist mit Dallas tatsächlich zu rechnen. Aufgrund der Pleite der Eagles stehen sie nun gleichauf mit Philadelphia an der Spitze der NFC East.

DeMarco Murray (149 Yards, 2 Touchdowns) startete als erster Running Back der Texaner seit Legende Emmitt Smith mit vier 100-Yard-Spielen in Folge.

"DeMarco ist inspirierend. Er hatte heute keinen Ballverlust und seine Yards am Ende waren extrem wichtig als New Orleans etwas aufkam", schwärmte Teameigner Jerry Jones.

Romo witzelt über sein Alter

Murray führt die NFL nach Laufyards an, in den ersten drei Spielen hatte er aber jeweils im ersten Viertel den Ball verloren. Diesmal packte der frühere College-Star der Oklahoma Sooners richtig zu 

Aber auch für Romo war es ein ausgesprochen erfolgreicher Abend. Der 34-Jährige zeigte keine Nachwirkungen seiner Rücken-OP aus der Offseason mehr. Bei einem dritten Versuch legte er sogar einen seiner früher häufiger gesehenen Läufe zum First Down hin.

"Ich fühle mich ziemlich alt. Es ist erbärmlich, dass mein längster Lauf nur 21 Yards ist", witzelte Romo nach seiner persönlichen Bestleistung.

Sein Touchdown auf Dez Bryant stellte dreieinhalb Minuten vor Schluss den Endstand her.

Verteidigung lässt aufhorchen

Neben der Offense begeisterte aber auch die seit Jahren hart kritisierte Verteidigung. Über drei Viertel ließ sie dem explosiven Angriff der Saints um Quarterback Drew Brees (340 Yards) keine Atempause.

Insgesamt drei forcierte Ballverluste konnten auch die zwei späten Touchdowns nicht mehr ausgleichen - die bereits dritte Saisonpleite der Gäste (alle auswärts) war besiegelt.

"Aus diesem Spiel können wir nicht viele positive Ansätze mitnehmen. Wir stehen jetzt bei 1:3 - und so haben wir auch gespielt", sagte der enttäuschte Saints-Coach Sean Payton.

Edebali feiert Premiere

Immerhin gelangen dem deutschen Rookie Kasim Edebali aufseiten der Verlierer seine ersten beiden Tackles in der NFL.

Bitter für die Cowboys: ihr bester Passverteidiger Morris Claiborne zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Inzwischen hat sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigt.

SPORT1 blickt auf weitere Partien des 4. Spieltages der NFL:

• San Francisco 49ers - Philadelphia Eagles 26:21

Die San Francisco 49ers brachten den Philadelphia Eagles beim 26:21 (13:21) die erste Niederlage bei, auch weil Running Back Frank Gore einen Glanztag erwischte.

Zunächst fing der Routinier einen 55-Touchdown-Pass von Colin Kaepernick und steuerte dann auch noch 119 Laufyards bei.

"Frank ist ein wahrer Leader. Wir brauchten ihn heute in Topform und er hat geliefert", lobte Cheftrainer Jim Harbaugh nach zuvor zwei Pleiten in Folge.

Kein weiteres Comeback

Nach der Pause gelang den Eagles kein weiteres Comeback. Ihre ersten drei Partien hatten sie trotz teils klarer Rückstände in der ersten Hälfte noch umgebogen. Diesmal verspielten sie selbst eine frühe 21:10-Führung.

Vor allem Spielmacher Nick Foles kam gegen die Abwehr der Kalifornier nicht klar. Zwei Interceptions und durchschnittlich nur 4,5 Yards pro Pass sprachen eine deutliche Sprache.

"Wir haben einfach unseren Plan nicht umgesetzt. So einfach ist das", haderte Foles nach einem seiner schwächsten Auftritte.

• Minnesota Vikings - Atlanta Falcons 41:28

Innerhalb einer Woche verloren die Minnesota Vikings in Teddy Bridgewater zwar ihren zweiten Quarterback (Fußverletzung), bezwangen aber dennoch die Atlanta Falcons mit 41:28 (24:14).

Der eigentlich schon ausgemusterte Christian Ponder sprang am Ende ein. Running Back Matt Asiata - der Vertreter des suspendierten Superstars Adrian Peterson - erzielte drei Touchdowns.

"Es sagt alles über dieses Team, wie sie trotz dieser ganzen Rückschläge immer weiter kämpfen", sagte Bridgewater nach einem tollen ersten Start (317 Passyards, ein Lauf-Touchdown).

Wie lange er ausfällt, ist noch unklar. Die Falcons enttäuschten in der Verteidigung und verloren auch noch drei Offensive Linemen wegen Verletzungen.

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