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Sie messen wieder einmal die Kräfte: Tom Brady und Peyton Manning

München - Zum 16. Mal steigt am 9. Spieltag der Klassiker der Super-Quarterbacks. Patriots und Broncos kämpfen vor allem um die AFC-Spitze.

Größer geht es in der NFL nicht.

Tom Brady gegen Peyton Manning: dieses Duell jagt seit mehr als einem Jahrzehnt jedem Football-Fan eine Gänsehaut über den Rücken.

Im Spätherbst ihrer Karriere treffen Tom Brady und Peyton Manning schon zum 16. Mal aufeinander. Sie prägten eine Ära und sind immer noch das Maß der Dinge.

Bradys New England Patriots und Mannings Denver Broncos führen vor dem Kracher des 9. Spieltag (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) einmal mehr ihre Divisionen an und spielen um die beste Bilanz der AFC.

"Auf dieses Spiel wartest du das ganze Jahr. Du triffts auf eines der besten Teams der Liga. Wir stehen auch ganz gut da. Größer geht es nicht", sagt Brady voller Vorfreude.

Manning mit Standard-Statement

Der Sunnyboy aus Kalifornien mit Model-Eherau Giselle Bündchen war bei aller Coolness schon immer der extrovertiertere der beiden Super-Quarterbacks.

Brady liebt die Rivalität mit seinem 38-jährigen Dauerkonkurrenten, während Manning das Dauerduell - ganz seinem nüchternen Naturell entsprechend - herunterspielt

"Das ist immer eine Geschichte für die Medien. Ich habe großen Respekt vor Tom, aber am Ende des Tages spielt New England gegen Denver", greift der fünfmalige MVP zu seinem Standardsatz der vergangenen Jahre.

Bilanz spricht für Brady

Trotz allen Understatements weiß Manning, dass er im Fokus steht. Denn der Killerinstinkt des Kontrahenten in den großen Spielen wurde ihm - oftmals zu Recht - abgesprochen.

Der Musterprofi war immer der Statistik-Star der regulären Saison, der "nur" einen Super Bowl holte und in den Playoffs immer wieder scheiterte (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Zwar gewann Manning im Januar das bis dato letzte Aufeinandertreffen im Championship Game der AFC mit 26:16, holte sich dann aber im Super Bowl eine empfindliche Klatsche von den Seattle Seahawks ab.

Broncos warten seit 2006

Zudem konnte Manning nur zwei von acht Auswärtsspielen gegen Brady (insgesamt 5:10) für sich entscheiden. "Das hatte natürlich viel mit den Patriots zu tun. Sie bringen seit Jahren hervorragende Teams auf das Feld", lobt Manning.

Der letzte Sieg der Broncos in Foyboro datiert noch aus der Zeit vor Manning. Im September 2006 gelang mit Quarterback Jake Plummer ein 17:7.

Im Fokus stehen aber die ungleichen Stars. "Peyton ist ein phänomenaler Spieler. Diese Konstanz über einen so langen Zeitraum ist fantastisch", lobt Brady. Sein letzter Super Bowl liegt mittlerweile auch schon zehn Jahre zurück (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Heimvorteil auf dem Spiel

Nach Startschwierigkeiten läuft es nun aber auch bei den Patriots. Statistisch hat dennoch Manning die Nase vorn. Mit aktuell 22 Touchdown-Pässen führt er die NFL gleichauf mit seinem Colts-Nachfolger Andrew Luck an.

Brady hatte er 2013 den NFL-Rekord für die meisten Touchdowns in einer Saison (55) wieder abgejagt. 2007 hatte Brady seine alte Marke (49) um einen Touchdown übertroffen.

Für die Musterprofis steht jedoch ohnehin der Kampf um den Playoff-Heimvorteil im Mittelpunkt, denn beide Teams sind aktuell zu Hause noch ungeschlagen - die Pats saisonübergreifend sogar seit 13 Partien.

Respekt vor Revis

Respekt hat Manning trotz seiner exzellenten Anspielstationen Demaryius Thomas, Emmanuel Sanders, Ex-Patriot Wes Welker und Julius Thomas aber vor der neuen Passverteidigung New Englands.

Neuzugang Darrelle Revis hat die Schwäche der vergangenen Saison in eine Stärke verwandelt. "Wenn du in seine Richtung wirfst, solltest du sehr präzise sein", ermahnt sich Manning.

Die Patriots halten im zu erwartenden Passfeuerwerk mit tight End Rob Gronkowski dagegen, der in der vergangenen Woche gegen Chicago dreimal die Endzone erreichte. Der Kracher kann kommen.

SPORT1 blickt auf weitere Partien des 9. Spieltages der NFL:

• Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens

Das traditionell heiße Aufeinandertreffen in der AFC North zwischen den Pittsburgh Steelers und Baltimore Ravens (ab 2.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ist die Wundertüte des Spieltages.

Beide Teams zeichnet im Saisonverlauf ein quälendes Schwanken zwischen Welt- und Kreisklasse aus. Aktuell scheinen die Steelers wieder die Nase vorn zu haben.

Quarterback Ben Roethlisberger lieferte zuletzt gegen Indianapolis mit 522 Yards und sechs Touchdowns eine historische Leistung ab und hat nach dem peinlichen 6:26 am 2. Spieltag gegen Baltimore eine Rechnung offen.

"Wir haben die gleiche Bilanz (5:3, Anm. der Red.), allein deshalb ist es schon ein wichtiges Spiel. Gegen die Ravens ist es immer schwer, aber wir wissen, was wir draufhaben", sagt "Big Ben".

• Dallas Cowboys - Arizona Cardinals

Das Timing für die Arizona Cardinals könnte kaum besser sein. Mit dem besten Start seit 40 Jahren im Rücken winkt ihnen bei den Dallas Cowboys (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) der erste Erfolg seit 1989 - abgesehen vom Playoff-Sieg 1999.

Stichwort Rücken: wie fit ist Cowboys-Quarterback Tony Romo? Die heftigen Prügel aus dem Monday Night Game gegen die Washington Redskins haben Spuren hinterlassen.

"Wenn jemand eine Rücken-OP hatte, bist du natürlich besonders nervös. Positiv ist, dass es mit der Bandscheibe nichts zu tun hatte und langfristig keine Auswirkungen", betont Romo.

Die Hauptlast soll ohnehin Running Back DeMarco Murray tragen, der seinen NFL-Rekord von acht Spielen mit mindestens 100 Yards in Folge zum Start einer Saison weiter ausbauen will.

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