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Kasim Edebali-New Orleans Saints-Jay Cutler-Chicago Bears
Bears-Quarterback Jay Cutler (l.) musste gegen Kasim Edebali einen mächtigen Hit einstecken © getty

München - New Orleans hält seine Playoff-Träume am Leben und lässt den Chicago Bears keine Chance. Edebali liefert eine gute Leistung ab.

Unter den Blinden ist der Einäugige König.

Oder anders gesagt, in der NFC South ist sogar eine negative Bilanz der Schlüssel zu den Playoffs (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

 

In der mit Abstand schwächsten Division der NFL feierten Rookie Kasim Edebali und seine New Orleans Saints am 15. NFL-Spieltag einen wichtigen Sieg im Kampf um das Wildcard Game.

Bei den Chicago Bears siegte das Team des gebürtigen Hamburgers mit 31:15 und setzte sich trotz der Bilanz von nur sechs Siegen aus 14 Spielen an die Spitze der NFC South.

Linebaker Edebali lieferte eine starke Partie ab, verzeichnete einen Quarterback-Hit und kam insgesamt auf zwei Tackles.

Saints-Spielmacher Drew Brees führte sein Team souverän zum Sieg und sorgte mit 375 Passing-Yards für drei Touchdowns.

 "Ich glaube, wir haben ganz gut gezeigt, dass wir mit Widerständen umgehen können", erklärte ein zufriedener Brees nach dem Sieg und der in Woche 14 vorangegangenen heftigen 10:41-Klatsche gegen Carolina: "Jetzt müssen wir zeigen, dass wir auch mit Erfolg klar kommen."

"Die Tendenz nach einem Erfolg ist es ja, sich zu entspannen. Dafür ist aber jetzt garantiert nicht die Zeit."

Das Restprogramm der Saints ist dabei sehr interessant (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Denn am 16. Spieltag gegen den Division-Rivalen Atlanta Falcons (5-9) könnte sich im Dreikampf mit Carolina (5-9) die Situation in der NFC South erneut komplett ändern.

Bears blamieren sich bis auf die Knochen

"Wir müssen uns jede Woche aufs neue verdeutlichen, wie wichtig diese Spiele für uns sind", erklärte Coach Sean Payton: "Jeder hat diesen Punkt endlich verstanden."

Für die Chicago Bears ist die Saison schon längst abgehakt ? und genau so spielten sie auch.

Jay Cutler erlebte im heimischen Soldier Field einen echten Horrortag

Zwar warf der Bears-Spielmacher zwei Touchdownpässe, doch gleichzeitig leistete er sich auch drei Interceptions und wurde zusätzlich siebenmal gesackt.

David Hawthorne, in der Spielzeit 2014/15 noch ohne Quarterback-Sack, packte gleich dreimal bei Cutler zu (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Die Interception Cutlers im ersten Drive der Partie war bereits sein 22. Turnover in dieser Saison, kein Spieler leistete sich mehr Ballverluste als Chicagos Quarterback.

Cutler flüchtet 

Die Pressekonferenz fiel anschließend auch deutlich kürzer aus als gewohnt.

 

Auch das restliche Bears-Team bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm.

Ein Fake-Punt mit nur zehn Mann ging in die Hose, der beste Spielzug in Halbzeit eins war wahrscheinlich ein Punt von Patrick O'Donnell über 56 Yards.

"Wir haben heute in der Offense nicht am gleichen Strang gezogen. Und das fängt bereits bei mir an", gab sich Chicagos Head Coach Marc Trestman eine Mitschuld an der Niederlage.

Für Chicago war es die dritte Niederlage in Folge, insgesamt ging Chicago bereits zum neunten Mal als Verlierer vom Feld.

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