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Marshawn Lynch gewann mit Seattle in der vergangenen Saison den Super Bowl
Marshawn Lynch gewann mit Seattle in der vergangenen Saison den Super Bowl © getty

München - Der Titelverteidiger aus Seattle gewinnt das Spitzenduell der NFL. Tony Romo empfiehlt sich gegen die Colts für die MVP-Trophäe.

Im Stile eines Champions!

Die Seattle Seahawks haben das Spitzenduell der NFC West deutlich für sich entschieden und ziehen damit vorzeitig in die Playoffs ein.

Der Titelverteidiger der NFL siegte bei den Arizona Cardinals mit 35:6 (14:3) und kann sich mit einem Erfolg am letzten Spieltag der regulären Saison nun den Heimvorteil für die Endrunde sichern.

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Wilson und Lynch überragend

Quarterback Russell Wilson mit zwei Touchdownpässen und einem selbst erlaufenen Touchdown sowie Running Back Marshawn Lynch mit zwei Läufen in die Endzone, einer über 79 Yards, überragten bei den Gästen bei einem nie gefährdeten Sieg.

Arizona erreichte die Endzone erst gar nicht und hatte in der Offensive zu keiner Zeit des Spiels eine passende Lösung, um die Seahawks zu gefährden. Seattle überrannte den Gegner, angefürt von Lynch im "Beast Mode", im wahrsten Sinne des Wortes (267 zu 29 Laufyards) und verbuchte insgesamt mehr als doppelt soviel Raumgewinn (596 zu 216 Yards).

"Wir fühlen uns sogar noch besser als in der vergangenen Saison," sagte Seattles Defensive End Michael Bennett. Trainer Pete Carroll ergänzte: "Mehr Spaß kannst du in einer Saison eigentlich nicht haben."

Lindley keine überzeugende Alternative

Allerdings mussten die Cardinals erneut auf ihre ersten beiden Quarterbacks verzichten. Nachdem sich Carson Palmer im November schwer verletzt hatte, fällt auch dessen Backup Drew Stanton immer noch mit einer Knieverletzung aus.

Der zweite Ersatzmann Ryan Lindley offenbarte sich als schlechte Alternative, komplettierte nur 40 Prozent seiner Würfe (18 von 44) und verursachte zudem eine Interception.

Selbst Cardinals-Coach Patrick Peterson lobte ehrfurchtsvoll den Gegner: "Sie haben den Status eines Champions, wissen wie man auswärts siegt und die Division gewinnt. Im Moment sind sie uns einen Schritt voraus."

Seattle und Arizona haben nun beide elf Siege bei vier Niederlagen auf dem Konto, allerdings führt Seattle im direkten Vergleich - und kann damit am kommenden Wochenende den Spitzenplatz in der NFC West perfekt machen.

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Dallas Cowboys - Indianapolis Colts 42:7 (28:0)

Im zweiten Abendspiel auf Montag holten die Dallas Cowboys einen echten Kantersieg gegen die Indianapolis Colts.

Durch das 42:7 (28:0) sicherten sich die Texaner nach fünf Jahren wieder den Divisiontitel der NFC East und sind damit für die Playoffs qualifiziert.

Schon vor dem Duell sicher in den Playoffs waren die Colts mit dem Deutschen Björn Werner. Nach einer total verkorksten ersten Halbzeit ohne Punkte wechselte Colts-Trainer Chuck Pagano seinen Quarterback Andrew Luck vorzeitig aus.

Luck, der bisher eine eindrucksvolle Saison spielt, erhielt damit Schonzeit vor den K.o.-Spielen in den Playoffs.

Romo als wertvollster Spieler?

Ganz anders sein Gegenüber Tony Romo, der voll aufs Gas drückte, und vier Touchdownpässe warf. Romo steht in dieser Saison bei 3406 Yards Raumgewinn und 32 Touchdowns (bei nur acht Interceptions). In Dallas ist man sich einig: Er muss MVP, wertvollster Spieler, werden.

"Zum Teufel, ja! Er ist MVP", sagte Receiver Dez Bryant, der seinen 14. Touchdown fing. "Schaut seine Perfomance an. Er hat es verdient. Er macht einen überragenden Job."

Teamkollege und Running Back DeMarco Murray ist ebenfalls ein Kandidat auf die Trophäe. Die besten Chancen haben aber wohl: Peyton Manning von den Denver Broncos und Aaron Rodgers von den Green Bay Packers.

Auch Luck kann sich, trotz eines Horrorabend in Dallas, Chancen ausrechnen.

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