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NFL-Schiedsrichter Carl Paganelli
Die Bälle werden in der NFL künftig noch genauer kontrolliert © Getty Images

Nach der Diskussion um zu schwach aufgepumpte Bälle im letztjährigen Conference Finale zieht die NFL mit neuen Regeln Konsequenzen. Die Kontrollen werden verschärft.

Als Reaktion auf den sogenannten "Deflategate" plant die NFL zur neuen Saison ein neues Prozedere.

Mit vermehrten Drucktests soll künftigt die Korrektheit der Bälle besser gewährleistet sein. Laut Fox Sports wurden die Offziellen von der NFL über die geplanten Regeländerungen informiert.

Demnach muss in Zukunft jede Mannschaft über zwei Stunden vor dem Spiel jeweils 24 Bälle beim Schiedsrichter abgeben. Bislang musste die Gastmannschaft nur zwölf Bälle stellen.

Der Referee bestimmt zwei Offizielle seines Teams, die die Bälle kontrollieren und die zwölf Hauptspielbälle nummerieren. Bisher war der Referee alleine dafür zuständig.

Bei der Überprüfung werden nur Bälle zugelassen, deren PSI-Wert (Pfund pro Quadratzoll) zwischen 12,5 und 13,5 liegt. Bälle, die außerhalb des erlaubten Bereichs liegen, werden von den Offiziellen auf einen Mittelwert von 13,0 PSI gebracht.

Zudem werden die Ersatzbälle während des Spiels in der Schiedsrichterkabine eingeschlossen und bewacht. Für die Verwaltung dieser Bälle ist der sogenannte "Kicking Ball Coordinator" zuständig. In der Halbzeit erfolgt dann nach erneuter Druckmessung der Austausch der Spielbälle mit den Ersatzbällen.

Die Maßnahmen sollen den Einsatz von zu leichten Bällen in Zukunft verhindern. Im Conference Finale zwischen den New England Patriots und den Indianapolis Colts (45:7) waren in der in der ersten Hälfte zu schwach aufgepumpte Bälle zum Einsatz gekommen. Auslöser für "Deflategate" war ein abgefangener Pass von Patriots-Quarterback Tom Brady durch die Colts, die daraufhin die Befüllung monierten.

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