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Markus Kuhn
Markus Kuhn startet bereits in seiner vierte Saison bei den New York Giants. © Getty Images

Mit seinem Touchdown schrieb Markus Kuhn 2014 Geschichte. Bei SPORT1 spricht er auch über einen Stammplatz, das deutsche Abwehr-Gen und einen Käfigkampf.

NFL-Profi Markus Kuhn von den New York Giants rechnet sich kurz vor dem Saisonstart gute Chancen auf einen Stammplatz aus.

„Im ersten Vorbereitungsspiel war ich ja gleich Starter, so läuft es auch im Training. In dieser Saison werde ich die meiste Spielzeit meiner Karriere bekommen“, sagte er im SPORT1-Interview: „Das ist ja auch mein Ziel. Ich bin momentan auf Defensive Tackle die Nummer eins, das soll auch so bleiben.

Für den 29-Jährige, der in der Saison 2014 für den ersten deutschen Touchdown in der NFL sorgte, ist es bereits die vierte Spielzeit in der besten Football-Liga der Welt.

Dabei beschritt Kuhn in der Vorbereitung ganz ungewöhnliche Wege.  Ein Treffen mit Käfigkämpfer Rashad Evans habe ihm für sein Spiel weitergeholfen:

“Da geht es sehr viel um körperlichen Kampf. Du brauchst schnelle Bewegungen und musst viel mit den Händen arbeiten. Auch Balance und Körperschwerpunkt sind sehr wichtig. Es hat mich auch Football-technisch weitergebracht.“

Warum die deutschen Profis in der NFL vornehmlich in der Defensive eingesetzt werden, kann sich der Giants-Profi nur so erklären:

„Wir Deutschen sind eher kräftige, starke Jungs. Vielleicht hilft das in der Defensive. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir mal einen Quarterback oder Receiver bekommen. Gerade für einen Spielmacher, der in Deutschland mit 15, 16 Jahren anfängt, ist es kaum möglich, diesen Rückstand an Praxis auf US-Spieler aufzuholen. Ich habe auch bei mir gemerkt, was taktisch noch an Lücken da war. Dazu kommt, dass schnelle Jungs, die in der NFL Receiver spielen könnten, wahrscheinlich in Deutschland in die Leichtathletik gehen, um es zu Olympia zu schaffen.“

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